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Veilchenblau? Neu in Tulln!

veilchenblau_logo_nua934a8Veilchenblau hört sich angenehm und lieblich an. Aber welchen Geschäftszweig dieses neue Tullner Unternehmen betrifft, lässt sich aus dem Namen nicht wirklich erkennen. Gut. Ist auch nicht unbedingt zwingend, denn einen roten Stier verbindet man zu Beginn ja auch nicht unbedingt mit einem Energy-Drink, oder? Gleiches gilt für “angebissene Äpfel”, die nichts mit Obst zu tun haben, uns jedoch miteinander verbinden. Da gäbe es noch tausende Beispiele von Firmennamen, die man erst durchs Kennenlernen mit einem Produkt verbindet. Aber ich schweife schon wieder ab, also zurück zu Veilchenblau. Könnte es sich hier um einen Blumenladen handeln? Oder etwa doch ein Farbengeschäft? Um ein bisschen Licht in die Sache zu bringen, möchte ich euch heute ein wenig über Veilchenblau erzählen.

Veilchenblau, das ist Doro. Sie beschäftigt sich schon ziemlich lang mit Pflanzen. Vorzugsweise mit Kräutern und da dann sehr sehr gern mit Wildkräutern, immer mehr und immer öfters auch mit den Bachblüten. Und es ist ihr ein Herzensanliegen, die Geschenke aus der Natur sinnvoll zu verwerten.

rotkleeFakt ist: Wir leben im 21. Jahrhundert und leider ging das Wissen der Urgroßeltern und teilweise auch Großeltern verloren, von den Eltern ganz zu schweigen. Denn praktischerweise gibt es ja die Supermärkte, in denen man ohnehin alles erwerben kann. Dass es auch anders geht, haben die meisten Menschen verlernt. Erfreulicherweise gibt es in den letzten Jahren einen Trend zur Rückbesinnung. Man beginnt wieder, selbst Brot zu backen. Man kocht Marmeladen und Chutneys und selbst das lange Zeit milde belächelte Stricken feierte bereits ein Comeback. Nur bei den Wildkräutern herrscht teilweise große Unklarheit, welche genießbar und verwertbar sind.

scho%cc%88llkrautDieser Umstand brachte Doro auf die Idee, den Menschen bei Kräuterwanderungen und Workshops die Wirkung und Verwendbarkeit der Pflanzen beizubringen. Obwohl in Zeiten von You Tube und Internet viel im Netz nachgelesen und angeschaut werden kann, ist es doch etwas ganz anderes, die Pflanzen in der Natur zu erkennen. Hier geht’s nicht ohne die Sinne wie Riechen, Fühlen und auch Schmecken, um die Heil- und Wildkräuter zu entlarven und von Doppelgängern unterscheiden zu können.

Aber nicht nur bei den Kräuterwanderungen mit Doro kann man viel lernen. Erst kürzlich fand ein Workshop statt, bei dem es um das Thema “Kastanien” ging. Die meisten von uns kennen diese wunderschöne braune und glänzende Kugel noch aus der Kindheit vom Basteln. Die Wenigsten wissen, dass die Kastanien eigentlich die gleiche Funktion wie Waschnüsse aus unknown-11Indien erfüllen. Nur gibt’s die einen gratis vor unserer Haustür, während die anderen um die halbe Welt “gereist werden”. Vom Waschergebnis her schneiden beide gleich gut ab. Stellt man ein Granulat aus den Kastanien her, kann man sich sogar einen Wintervorrat bis zur nächsten Ernte anlegen. Allerdings gibt’s auch hier einiges zu beachten. Das erfährt man dann von Doro bei den Kursen.

unknown-21Beim Workshop wurde dann auch fleißig geschnitten, gerührt und geschüttelt. Vom Kastanien-Waschpulver bis hin zur Creme wurde emsig produziert. Den Teilnehmerinnen hat’s sichtlich gefallen. Vor allem auch, weil Doro alle Rezepte vorher auf Tauglichkeit überprüft. Denn nicht alle Rezepte in den zahlreichen DIY-Kosmetik-Büchern und im Internet sind auch wirklich praxistauglich. Drum schaffen es nur Rezepturen in die engere Wahl für die Kurse, die sich im Alltag bewährt haben. Letztendlich sollen die Kurse aber Anregung dafür sein, selbst ein wenig zu experimentieren und ein bisschen unabhängiger von Konzernen und ihren Produkten zu sein. Die Grundstoffe bekommt man einfach und unkompliziert in Apotheken und Reformhäusern und vor allem in Bioqualität.

kriech-fu%cc%88nffingerkrautÜber die Wintermonate finden nun regelmäßig Workshops zu verschiedenen Themen statt. Die nächstens Themen sind z.B. “Efeu”, “Badekosmetik” und “Räuchern in den Raunächten”. Sobald der Frühling anklopft, gibt’s dann auch wieder die einzelnen Kräuterwanderungen und den Workshop “Kräuterlehrling” über mehrere Wochen. Wer sich hier für den einen oder anderen Workshop interessiert, findet auf der Website www.veilchenblau.at eine Übersicht zu den geplanten Kursen, die aber laufend erweitert und ergänzt werden. Mein Tipp: Öfters mal auf die Website gehen und schauen, was sich tut. Oder über die Veilchenblau-Facebook-Seite am aktuellen Stand gehalten werden.

Viel Spaß beim Kräutern und Entdecken

die Tullnerin

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