Pastellige Ostern – so gefällt mir das

Pastellige Ostern – so gefällt mir das

“Heuer gibt’s zu Ostern wieder naturgefärbte Eier”!

Immer wieder vorgenommen, dann doch nicht umgesetzt. Bis ich dann aber doch mal mit Naturfarben experimentierte. Das Ergebnis macht mich echt stolz.

Denn was nützt es, Bioeier zu kaufen, wenn ich diese dann mit chemischen Farben einfärbe? Auch wenn der Osterhasen-Anstrich angeblich für die Gesundheit unbedenklich ist. Man weiß ja nie. Ich bin mit zunehmendem Alter misstrauisch geworden. In allen Belangen und speziell bei Umweltlügen. Meine Urenkel werden’s hoffentlich danken.

Meine Versuche mit Bio-Farben aus dem Handel scheiterten leider immer wieder kläglich. Drum setzte ich heuer Färberpflanzen ein.

Auf der Seite der Umweltberatung könnt ihr euch ein bisschen umsehen. Hier findet ihr sogar ein Schritt-für-Schritt-Video zum Thema Eier natürlich färben. Ich hab mich dann auch gleich ans Werk gemacht und bin mit dem Ergebnis äußerst zufrieden. Für nächstes Jahr allerdings hab ich schon Verbesserungs-Ideen für mich. Denn beim Experimentieren ist noch viel so Einiges möglich. Ich denke da an Brennnesseln für grüne Farbe oder für zartes Rosa vielleicht mit getrocknetem Lavendel.

Ostern kann kommen
Ostern kann kommen

Und so hab ich es gemacht:

Weil ich verhindern wollte, dass die Eierschalen beim Kochen im Farbsud springen und dann die Farbe nach innen gelangt, habe ich die Eier vorweg schon hartgekocht. Außerdem hab ich sie zuvor noch in Essigwasser gelegt (damit sie fettfrei sind) und die Farbe gut hält.

Ideal sind alte Emailtöpfe, aber ich hab meine Edelstahltöpfe genommen. Da ging es auch ganz gut.

Gelb: Zwei gehäufte Esslöffel Curcuma in 1/2 Liter kochendes Wasser rühren. Etwa zehn Minuten köcheln lassen, zur Seite stellen, danach die gekochten Eier in den Sud (etwa zehn Minuten) legen.

Orange: 1/2 Liter Wasser mit den braunen Schalen von 4 Zwiebeln aufkochen und ziehen lassen. Eier in den Sud legen und je nach gewünschtem Farbton liegen lassen. Für meine pastelligen Töne brauchten sie nur etwa zehn Minuten. Bei längerer Einwirkzeit kann man natürlich dunklere Farbe erreichen. Bis hin zu schönem Braun.

Lavendellila: Hierfür verwendete ich getrocknete und gemahlene Aroniabeeren (geb ich normalerweise gern ins Müsli). Zwei Esslöffel davon in einen Teefilterbeutel geben und diesen mit 1/2 Liter Wasser aufkochen. Nach etwa 20 Minuten den Topf vom Herd nehmen und die Eier in den leicht abgekühlten Sud legen.

Rosa: Dafür verwendete ich den Saft von Roten Rüben-Salat. Drei der sechs Eier nahmen die Farbe gut an. Die anderen leider nicht. Hier werde ich im nächsten Jahr noch ein bisschen experimentieren.

Da heuer ausschließlich Eier mit weißer Schale zum Einsatz kamen, erreichte ich wunderschöne pastellige Farben. Allerdings nahm jede Schale die Farbe anders stark auf. So habe in nun die unterschiedlichsten Nuancen. Beim nächsten Mal, werde ich auch welche mit brauner Schale dazu nehmen. Dann gibt’s noch viel, viel mehr Farbtöne.

Ostern kann kommen
Ostern kann kommen

Ich wünsche euch viel Spaß beim Eierfärben

Eure Tullnerin

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2 Kommentare

  1. Peter Girschik
    24. März 2016 / 0:07

    Liebe Tullnerin, Deine Ostereierfärberei it ein Hit, der wirklich funktioniet. Kann zum Nachmachen bestens empfohlen werden!

    • 24. März 2016 / 11:44

      Hallo Peter, freut mich enorm wenn ich andere Menschen für umweltfreundliches Färben begeistern kann. Und ich freu mich selbst ja auch riesig, weil die Farben so schön geworden sind. Liebe Grüße und noch einen wunderschönen Tag wünscht dir die Tullnerin