Grüne Ideen

Auch Kleines kann Großes bewirken oder versuch mal zu schlafen, wenn eine Gelse im Zimmer ist …

Frei nach diesem Motto versuche ich, jedes Monat wieder eine Kleinigkeit in meinem Leben ein bisschen nachhaltiger und grüner zu gestalten. Hilfreich sind mal Filme, mal wieder Bücher. Ein anderes mal lerne ich wieder inspirierende Menschen kennen, deren Tun und Wirken mir gefallen.

Lasst euch einfach anstecken von den Grünen Ideen!

Echt jetzt?

Echt jetzt?

Die letzten Februartage waren mild und sonnig. Ein Grund, jede frei Minute raus zu gehen. Die Sonnenstrahlen tun gut nach den Wintermonaten. Dabei hab ich natürlich schon Ausschau nach dem ersten Grün gehalten. Hab ich auch tatsächlich gefunden. Allerdings etwas anders als ich erwartet hätte.

Neue botanische Entdeckung? Der Flaschenstrauch!

Neue Pflanze Glasbusch?
Neue Pflanze Glasbusch?

Entlang der Straße beim Roten Kreuz in Richtung Kleiner Tulln gibt’s so ein kleines Wäldchen. Und da fand ich doch tatsächlich bereits etwas Grün an so manchen Sträuchern. Allerdings nicht zartes Blattwerk sondern dunkles Flaschen-, Plastik- und Aludosengrün. Oh wie toll. Da wachsen doch tatsächlich Fläschchen an einem Baum. Ich hab wohl gerade eine neue Baumgattung entdeckt …

Keine zwei Meter daneben. Noch eine neue Art. Der Aludosen-Baum. Ich traute meinen Augen nicht.

Wächst Alu jetzt auf Bäumen?
Wächst Alu jetzt auf Bäumen?

Ich frage mich, welche Scherzküberl auf so einfältige Ideen kommen. Was hat das in der Natur verloren? Wie sieht es bei diesen Leuten wohl daheim aus? Hm! Was würden die wohl sagen, wenn ich auf Besuch komme und so nebenbei meinen Mistkübel in deren Wohnzimmer entleeren würde?

Müllvermeidung ist ja wohl kein Randthema mehr. Das Problem mit Massenkonsum und Plastik kennt mittlerweile jedes Kind. Solche Bilder verärgern mich. Unsere Natur ist keine Müllhalde!!! Und in Tulln stehen ausreichend Mülleimer zur Verfügung.

"Frisches Grün" im Wald
“Frisches Grün” im Wald

Mein Vorschlag: Wenn man solche Leute inflagranti erwischt, für mindestens sechs Monate zu wöchentlichen Reinigungsdienst-Ausflügen in Wald und Flur abkommandieren. Bei jedem Wind und Wetter. Vorzugsweise den ganzen Samstag und Sonntag. Nix mit Party, Clubbing & Co. sondern ab in die Botanik zum Saubermachen.

Tut das Not?
Tut das Not?

Ich geh ja stark davon aus, dass es sich da um halbstarke Jugendliche bzw. sehr junge Erwachsene handelt. Vielleicht sollt man statt Schulausflügen, die den Eltern mitunter ganz schön teuer kommen, die jungen Herrschaften zu Nachhaltigkeits- und Umweltschutzstunden heranziehen? Dann würden Mc Donalds-Sackerl & Co. vermutlich nicht mehr beim Autofenster hinaus direkt am Feld entsorgt werden.

Weil cool und lustig ist das nicht, sondern nur bescheuert!!!

Wie seht ihr das? Freu mich auf eure Kommentare.

Liebe Grüße

die Tullnerin

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Naschgarten für alle

Naschgarten für alle

Vor einiger Zeit schon entdeckte ich im Bereich des Schiele-Museums ein kleines Gärtchen. Mit einem Holzzäunchen begrenzt. Sowie auch mit Hinweistafel versehen, dass es ein “Natur im Garten”-Projekt sei. Ihr habt es vermutlich schon erraten. Es handelt sich um den 1. Tullner Kräuter-Naschgarten.

Kräuter-Naschgarten
Kräuter-Naschgarten

Gegründet wurde der 1. Tullner Kräuter-Naschgarten von Ing. Michaela Nikl. Und zwar bereits im Juli 2015. Warum und weshalb hat sie mir bei einem Kaffeeplauscherl erzählt.

Der Weg zur Praxis war schiarch …

Michaela hatte im angrenzenden Haus die Praxisräume für ihr noch junges Unternehmer-Netzwerk “Lebenszeichen” und ging tagtäglich an dem wenig ansprechenden Plätzchen vorbei. Naturgarten ist ja schön und gut. Aber DAS! Nun – hier handelte es sich wahrlich um keine Augenweide. Also beschloss sie, aktiv zu werden.

Naschgarten – Vorher
Naschgarten – Vorher

Nun gibt es in Tulln ja seit einigen Jahren Grünraum-Patenschaften. Also nahm Michaela kurzerhand mit der Gemeinde Kontakt auf. Sie wollte jedoch nicht einfach nur Blumen oder Sträucher setzen. Sie wollte Urban Gardening nach Tulln bringen. Der Vorschlag wurde mehr als gut aufgenommen, der Kontakt mit dem Stadtgärtner Mario Jaglarz umgehend hergestellt.

Alle halfen mit …

Schon bald wurden dann mit vielen fleißigen Helfern (Weggefährten der Praxis Lebenszeichen) gegraben, begradigt und Steine für den Weg verlegt. Mit Feuereifer dabei auch Michaelas Sohn Christoph, der gerade mal sechs Jahre alt war. Was beweist, dass auch Kindern garteln einfach Spaß macht.

Der Beginn
Der Beginn

Die Gemeinde sponserte im Rahmen der Grünpatenschaft einen Großteil der Pflanzen. Während der Pflanzung stand Stadtgärtner Mario mit Rat und Tat zur Seite. Aber es wurde nicht nur Essbares gepflanzt, womit ich nun auch gleich den Übergang zu Weiden hätte: Als AugenWEIDE wurde nämlich auch ein WEIDEN-Dom aufgestellt.

Es wird schon langsam
Es wird schon langsam
Es ist vollbracht
Es ist vollbracht

Gleich nebenan dann noch eine Bankerl zum Verschnaufen. Gärtnern ist ja mitunter anstrengend, da muss ein Päuschen wohl erlaubt sein.

zum Blaumachen
zum Blaumachen

Allerdings hat ihr mittlerweile Wind und Wetter stark zugesetzt und sie schaut etwas mitgenommen aus. Vielleicht findet sich ja an dieser Stelle auch jemand, der sich ihrer annehmen könnte? Sie vielleicht ein wenig verarzten (sprich neu streichen) könnte?

in die Jahre gekommen
in die Jahre gekommen

Alles in allem haben viele Menschen zusammengeholfen und aus dem unscheinbaren Fleckchen Erde etwas Wunderbares geschaffen. Gemeinsam statt im Alleingang. Das ist einfach toll. Applaus!

Michaela ist insbesondere stolz darauf, dass so viele unterschiedliche Pflanzen gedeihen. Im Laufe der Jahre ist ihre Anzahl durch Ableger und Neuanschaffung noch sehr gewachsen. Einiges hat sie selbst beigesteuert, anderes kam von Freunden und Nutzern des Kräuter-Naschgartens.

Urban Gardening …

Auf kleinstem Raum finden sich nun verschiedene Obstbäume wie Kirsche, Apfel, Birne und Ringlotte. Aber auch Obststräucher wie Aronia, Ribisel, Josta- und Stachelbeere haben hier ein Plätzchen gefunden. Zusätzlich haben die Erdbeeren ihr ursprüngliches Terrain erweitert, Minzarten und Kräuter gedeihen bestens und jetzt im zeitigen Frühjahr sogar Bärlauch. Stellt sich die Frage, ob Michaela auch heuer noch freie Stellen findet, um das eine oder andere Gemüse zu pflanzen.

Ziel war natürlich in erster Linie, den wenig schmeichelhaften Weg zur Praxis zu verschönern. Und dem Ganzen noch Sinn zu geben, indem ein Nutzgarten angelegt wurde. Der jedoch nicht nur für ein paar wenige Menschen da sein soll. Vielmehr handelt es sich um einen Gemeinschaftsgarten, der die Tullner mit frischem Obst und Gemüse erfreuen soll. Natürlich mit Maß und Ziel, damit sich mehrere Menschen daran erfreuen können. Aber grundsätzlich darf jeder mithelfen und ernten.

Helfer sind immer willkommen. Speziell an heißen Sommertagen, wenn die Pflänzchen etwas saftlos da hängen. Da greifen auch schon mal gerne vorbei kommende Spaziergänger zur Gießkanne. Werkzeug und Gießkannen sind übrigens immer vor Ort. Das Wasser kann beim naheliegenden Hydranten geholt werden.

Hydrant beim Naschgarten
Hydrant beim Naschgarten

Wer möchte sich anschließen?

noch im Winterschlaf
noch im Winterschlaf

Rechtzeitig, bevor es mit dem Frühling richtig ernst wird, sind an dieser Stelle alle herzlich eingeladen, die Spaß daran finden, den Garten ein bisschen auszuputzen und frühjahrsfit zu machen. Michaela hat eine Facebook-Gruppe gegründet, wo man sich nicht nur austauschen, sondern auch absprechen kann, wer wann was macht. Also bitte Freiwillige vor und einfach melden bei Praxis Lebenszeichen.

Michaela vor dem Naschgarten
Michaela vor dem Naschgarten

Bei vielen Helferleins sollte eine reiche Ernte im Sommer dann wohl kein Problem sein, da darf dann auch kräftig genascht werden …

Ich wünsch euch viel Spaß beim Garteln im 1. Tullner Kräuter-Naschgarten

die Tullnerin

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Lust auf einen Bienenstock …

Lust auf einen Bienenstock …

Es war einmal ein kleiner Junge. Der sah eines Tages im Kino den Film “More than Honey”. Dieser Film veränderte sein Leben und das seiner Familie. Es sollte der Beginn der großen Bienenliebe und Start für HuBees Bio-Imkerei in Neuaigen direkt vor den Toren Tullns werden.

Honig by HuBee
Honig by HuBee

“Der Zufall geht Wege, da führt die Absicht gar nicht hin”. Dieser Zufall brachte mich bei der Suche nach Bio-Bienenwachs für meine selbst gerührten Salben direkt nach Neuaigen. Zu HuBees, der Bio-Imkerei. Weil’s der Zufall dann auch so wollte, kam ich mit dem Besitzer Bernhard Mayerhofer ins Plaudern. Ich fand die Geschichte so interessant, dass ich beschloss, darüber zu schreiben.

Wie alles begann …

Alles begann 2012, als im Kino der Film “More than honey” lief. Hubertus, damals grad mal zehn Jahre alt, war vom Film und den Auswirkungen des Bienensterbens so entsetzt, dass er beschloss, er möchte aktiv etwas dagegen unternehmen. Mit Hilfe eines Lehrers baute er seinen ersten Bienenstock. Die Eltern, allen voran sein Vater Bernhard, waren ob des Engagements des jungen Mannes sehr beeindruckt und unterstützten ihn bei seinem Vorhaben. Ein Bienenvolk wurde angeschafft, bald ein zweites, dann ein drittes …

Bienenstöcke Au
Bienenstöcke Au

Die Leidenschaft des Sohnes sprang auf Papa Bernhard über. Das ehrgeizige Ziel war, innerhalb von zehn Jahren die Bienenbestände in Österreich zu verdoppeln. Da es aber irgendwann ziemlich ins Geld geht – mittlerweile waren es an die 200 Völker – musste ein Plan gefasst werde. Der da lautete: “Wir bieten Bienenpatenschaften an und vermieten die Bienen”. Das ursprüngliche Projekt von Hubertus nahm immer größere Formen an, der Vater zog mit und so wurde das Unternehmen HuBees gegründet.

Mittlerweile ist Hubertus ein junger Teenager, der zwar nach wie vor gern bei den Bienen hilft. Doch gibt’s mit 17 Jahren viel in der Welt zu entdecken. Das Geschäft ist also derzeit Bernhards alleinige Aufgabe. Er kümmert sich um die Völker, schleudert den Honig, füllt ab und verkauft.

at work
at work

Die kleinen Bienchen veränderten das Leben!

Aus dem Hobby und der Leidenschaft des Juniors hat sich für den Vater ein völlig neues Leben ergeben. Denn um sich der Bio-Imkerei und den tausenden Bienen widmen zu können, hat er seinen Brotberuf aufgegeben. Die bis dahin nebenbei geführte konventionelle Landwirtschaft wurde Schritt für Schritt auf Bio-Landwirtschaft umgestellt.

Honig-Variation
Honig-Variation

Aus ehemals 10 Hektar Monokultur entwickelt sich langsam ein kleines Paradies. Da schnattern nun die Weidegänse unter den Haselnusssträuchern. Demnächst gesellen sich noch Hühner dazu, um fleißig Bio-Eier zu legen. Damit die Schar nicht zu frech wird oder Fuchs und Marder zum Opfer fallen, ist bereits ein Hirtenhund auserwählt, der in Kürze bei den Mayerhofers einziehen wird.

Die ehemaligen Maisfelder sind Heimat für Aroniabeeren, Pekanuss- und Apfelbäume geworden. Die kurz geschnittenen Grünstreifen, die sich mit Hecken und Blühwiesen-Streifen abwechseln, bieten der reichen Vogelschar Futter sowie Nistplätze in den angrenzenden Sträuchern. Also Schädlingsbekämpfung der sanften Art. Sogar Lindenbäume hat Bernhard gepflanzt. Und mitten drin ruhen die Bienenstöcke …

Tja, wie eingangs erwähnt: Der Zufall geht Wege, da führt die Absicht gar nie hin. Die unabsehbaren Folgen eines Kinobesuchs …

Honig von HuBee
Honig von HuBee
Honigwein / Met
Honigwein / Met

Es summt und brummt in allen Gärten …

Die Idee, die Bienenbestände zu vervielfachen, ist nach wie vor die Triebfeder in Bernhards Arbeit. Sie war und ist DER Grundgedanke. Aber nicht nur in Neuaigen, sondern in ganz Niederösterreich und Österreich. Darum ist es ihm auch ein großes Anliegen, die Stöcke über die Sommermonate zu vermieten. Um die Menschen ein Stück zurück zur Natur zu führen. Um Kindern die Beobachtung von Bienen im eigenen Garten zu ermöglich.

Bienenvermietung
Bienenvermietung

Vermietet werden Bienen sowohl an Privatpersonen als auch an Firmen, die Patenschaften übernehmen können. Auch Gemeinden können sich hier anschließen und Bienenstöcke im öffentlichen Bereich aufstellen.

Belohnt wird das nicht nur mit fleißigen Bienen im eigenen Garten, die für die Bestäubung sorgen, sondern auch mit 5 kg Honig-Garantie, Imkerfrühstück, Schleuderfest etc. Nähere Infos dazu findet ihr unter Bienenpatenschaft. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Ausgabe der Bienenstöcke erfolgt nämlich schon ab Anfang April.

Auch Workshops sind möglich …

Auf Anfrage kann man auch Workshops besuchen bzw. buchen. Interessant natürlich für Schulen, wenn der Biologie-Unterricht mal etwas anschaulicher sein darf. Aber auch für Vereine und Gruppen sind kleine Workshops mit anschließendem Verkosten des Honigs buchbar.

Ich für meinen Teil freu mich jedenfalls, meinen Bio-Imker des Vertrauens gefunden zu haben und wer weiß, vielleicht habe auch ich demnächst einen kleinen Bienen-Flug-und-Landeplatz in meinem Garten.

Liebe Grüße

die Tullnerin

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Unser Wald in Nöten …

Unser Wald in Nöten …

Wer bei diesem herrlichen Herbstwetter gern spazieren geht und hier vorzugsweise rund um “Die Garten Tulln” sein Blut mit frischem Sauerstoff vollpumpt, der kann den Klang der Motorsägen derzeit wohl nicht überhören. Mittlerweile hat es sich ja bis in den letzten Winkel herumgesprochen. Das Falsche Weiße Stängelbecherchen hat auch Tulln erreicht. Wer? Das Stängel-Was? Noch nie davon gehört? Aber klingt doch so niedlich …

Tullner Au
Tullner Au

Im ersten Moment denkt wohl kaum jemand Böses, es sei denn, man ist im Broterwerb Botaniker, Forstwirt oder Ähnliches. Doch dieses Stängel-Was ist ein ziemlich fieser Pilz. Der seinen Siegeszug – und somit den Niedergang der Eschen – von Richtung Nordosten kommend angetreten hat.

Sowohl in Skandinavien, Polen, Tschechien, der Slowakei, Deutschland und auch der Schweiz hat man mit diesem Pilz zu kämpfen. Insgesamt sollen bereits 22 europäische Länder betroffen sein. Da stell ich mir schon die Frage, wo kommt dieses “Monster” denn plötzlich so schnell her?

Möglicherweise haben die Umweltbedingungen wie z.B. höhere Temperaturen in den letzten Jahren diese Entwicklung begünstigt. Ich gehe davon aus, dass die Forscher auf Hochtouren arbeiten, um herauszufinden, warum … wieso … weshalb!

Ja natürlich, es stimmt schon, dass immer wieder Schädlinge auftreten und Bäume eben gefällt werden müssen. Man denke nur an den Borkenkäfer oder vor zig Jahren an den Sauren Regen, der der österreichischen Fortwirtschaft zusetzte. Oder an den Buchsbaumzünsler, der gern in meiner Buchshecke wütet (ein frecher Schmetterling, der aus Asien eingewandert ist). Und trotz all dieser Herausforderungen für unsere Bäume ist unser Land waldreich geblieben.

Allerdings war Tulln meines Wissens noch so stark mit so einem Problem konfrontiert. Allein die Zahlen, die von der Stadtgemeinde Tulln bekannt gegeben wurden, sind erschreckend. Nahezu die Hälfte des Baumbestandes sind Eschen und mussten gefällt werden bzw. werden noch bis Ende des Jahres der Säge zum Opfer fallen. Das geht in die Abholzung tausender Bäume!

Eschensterben Tulln
Eschensterben Tulln

Bereits im August traf die Gemeinde ja rund um die Garten Tulln Vorkehrungen und sperrte teilweise die Wege aufgrund der Forstarbeiten. Auch das Aubad war betroffen. Da gibt’s derzeit noch teilweise Absperrungen, der Haupt-Eingang des Aubades ist aber nicht betroffen. Hier stehen glücklicherweise riesige Kastanienbäume und die sind momentan ohnehin der Hauptanziehungspunkt für Kinder und deren Eltern, die Frischluft suchen.

Auch auf den meisten Wegen in der Au rund um das Pfadfinderheim und die Garten Tulln kann man wieder seine Runden ziehen. Hier wurde bereits im Sommer als Sofortmaßnahme gerodet, um keine Menschen zu gefährden. Aber natürlich zieht sich dieses Thema weit über die beliebten Spazierwege und die Stadtgrenze hinaus.

Egal ob Stockerau oder Korneuburg, Langenrohr oder Langenlebarn. Der Pilz kennt keine Grenzen. Überall sieht man derzeit das gleiche Bild. Gefällte Stämme, zusammen geschlichtet und riesige “Löcher” im Wald.

Mir wurde jedenfalls ziemlich schlagartig bewusst, dass ich das Erscheinungsbild der Au, wie ich es seit meiner Kindheit kannte, in diesem Leben nicht mehr sehen werde. Denn: Aufforsten ist ja recht schön und gut. Aber so ein Baum wächst ja nicht ruckzuck mal schnell 20 Meter in die Höhe. Das braucht Zeit. Etwa 100 Jahre oder mehr! Ein gutes Eschenleben kann ja schon an die 250 bis 300 Jahre dauern und da schafft sie es bis in luftige 40 Meter Höhe.

Als gebürtige Tullnerin habe ich meine halbe Kindheit in der Au verbracht. Sie war immer selbstverständlich da. Ich verschwendete nie einen Gedanken daran, dass „meine Au“ einmal krank werden könnte und so „dünn“ würde.

Abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden ist es natürlich auch für unsere Wildtiere eine Katastrophe. Selbst wenn vom Boden her alles verwuchert und in ein paar Jahren wieder „wild“ ist. Die Bäume brauchen Jahrzehnte, um wieder einen optimalen Lebensraum und Schutz zu bieten.

Bei einem meiner Spaziergänge in den letzten Tagen konnte ich nicht umhin, einige Fotos (wenn auch nicht sensationell gelungen) zu machen, um diesem Thema einen Beitrag auf meinem Blog zu widmen. Auch wenn es für viele Leser keine Neuigkeit mehr ist und es sich ohnehin schon bis in den letzten Winkel rum gesprochen hat … Das Falsche Weiße Stängelbecherchen ist da!

Liebe Grüße

Eure Tullnerin

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Der Tullner Zehner & der Film “Tomorrow” …

Der Tullner Zehner & der Film “Tomorrow”  …

Wie versprochen, gibt’s heut noch weitere Gedanken zum Thema des Films “Tomorrow – der Film”

Nach Nahrung, Landwirtschaft etc. ging’s um die globale Wirtschaft. Ein Thema, das immer und immer wieder in den Medien angesprochen wird. Da gab es auch schon vor vielen Jahren die Werbekampagne “Fahr nicht fort, kauf im Ort”. Das müsste mittlerweile abgeändert werden in “die Großen fressen die Kleinen” oder so. Beitrag ansehen

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