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Kaffee mal anders

Kaffee_geht_immer

Ich mag Kaffee wirklich gern. Wer öfter mal bei mir rein liest, wird das eh schon bemerkt haben. Ich glaub sagen zu können: Es gibt keinen einzigen Tag ohne Kaffee in meinem Erwachsenen-Leben. Frühstück ohne geht gar nicht. Und nachmittags belohn ich mich auch mit einem Tässchen. Wofür auch immer, und wehe ich geh leer aus. Da kann ich schon zickig werden.

Tja und weil mir momentan der Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit samt Müllvermeidung durch den Kopf geht, verrat ich euch, wobei Kaffee mir noch behilflich ist.

Tipp 1: Kapseln vermeiden

meine_Espressokannen
meine_Espressokannen

Seit vielen Jahren begleiten mich meine italienischen Espressokannen. Die hatten schon meine Oma, sämtliche Tanten und natürlich meine Frau Mama. Ich liebe den Geruch am Morgen von frisch gebrühtem Kaffee, der sich durchs ganze Haus zieht. So fängt mein Tag perfekt an. Und das ganz ohne Müll einer Alu-Kaffee-Kapsel. 🙂

Tipp 2: Düngen

Nun hab ich dann Kaffeesatz übrig. Aber ich werfe den nicht weg. Dank Großmutters Tipp nutze ich den schon lange zum Düngen meiner Pflänzchen. Angeblich fahren Regenwürmer ja voll drauf ab. Scheinbar sind auch sie richtige Kaffeetanten. 🙂 Aber Achtung: Ihr müsst den Kaffeesatz gut trocknen lassen (um Schimmelpilz zu vermeiden). Dann könnt ihr ein wenig davon für eure Zimmerpflanzen verwenden (gut in die Erde einarbeiten). 2 x monatlich ein Teelöfferl sollten reichen.

Im Freien könnt ihr euch das Einarbeiten ersparen, da kommt euch die Natur zu Hilfe. Einfach rund um die Pflanze aufstreuen und der Regenwurm transportiert das dann in die tieferen Erdschichten (vermutlich in seine Vorratskammer 😉 ). Von dort aus gibt der Kaffeesatz Kalium, Phosphor und Stickstoff an die Pflanzen ab. Voilà – perfekt gedüngt.

Tipp 3: Geruch neutralisieren

Aber Kaffeesatz kann noch viel mehr! Durch Zufall fiel mir auf, dass Kaffee Gerüche neutralisieren kann. Nun steht ein kleines Gefäß mit Kaffeesatz neben der Spüle (natürlich gut getrocknet wegen Schimmelpilz) und wenn meine Finger nach dem Schneiden von Zwiebeln unangenehm riechen, reibe ich sie einfach mit einer großen Prise Kaffeesatz ab. Ich wasch mir quasi die Hände damit. Mit Wasser gründlich abspülen – Mission erfüllt – Zwiebelgeruch eliminiert 😉 .

Tipp 4: Peeling

Kaffeesud_Ubcycling
Kaffeesud_Ubcycling

Bekanntlich verwendet die Kosmetik-Industrie Koffein als Anti-Cellulite-Mittel. Auf Basis der “Grünen Kosmetik” hab ich mir deshalb dieses Rezept rausgesucht. Und zwar sanftes Kaffee-Peeling. Dazu benötigt ihr nur 1 Esslöffel getrockneten Kaffeesatz, 1 Tropfen Alkohol (ich nehm normalen Wodka), 1-2 Esslöffel Mandelöl.

Gebt den trockenen Kaffeesatz in eine Schüssel, danach den Alkohol dazu und vermischt alles. Durch den Alkohol wird quasi der Kaffee “wiederbelebt” und die Wirkstoffe freigesetzt. Dann kommt noch 1 EL Öl dazu. Alles gut verrühren. Wenn es zu trocken ist, noch ein bisschen Öl dazugeben. Wenn ihr zu viel Öl erwischt habt, einfach noch etwas Kaffeesatz. Es soll eine geschmeidige Paste entstehen. Die Anwendung ist simpel. Einfach beim Duschen in kreisförmigen Bewegungen das Peeling in die Haut massieren. Der Kaffee wirkt als sanftes Peeling, das Öl pflegt eure Haut und ihr erspart euch nach dem Duschen sogar das Eincremen. Achtung: Die Dusche kann danach ein bisserl rutschig sein!

Beim selbst gemachten Peeling entfällt Verpackungsmüll und auch Mikroplastik, das ja in den meisten Peelings drin ist. Außerdem habt ihr weder Konservierungsstoffe noch synthetischen Müll auf eurer Haut. Zwar nur ein kleiner Beitrag zum Umweltschutz, jedoch Kleinvieh macht auch Mist …

Turbo zum Wachwerden, allerdings nicht empfehlenswert 😉

Bitte nicht nachmachen
Bitte nicht nachmachen

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Anregungen für die sinnvolle Verwertung der Überbleibsel vom Frühstückskaffee geben.

Also dann – macht’s gut und ich wünsch euch noch einen schönen Tag!

die Tullnerin

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2 Kommentare

  1. Christiana Hnup
    16. Februar 2020 / 9:33

    Da ich nur vom Frühling bis Herbst im Raum Tulln eine wunderschöne Zeit verbringe, bin ich dankbar für jeden Tipp von der Tullnerin. Wir freuen uns schon sehr auf die nächste Saison. Liebe Grüße Christiana Hnup

    • 20. März 2020 / 10:24

      Sorry, dass ich erst jetzt schreibe. Diese Nachricht ist mir irgendwie durchgerutscht. Liebe Christiana – es freut mich, dass du dich in Tulln und Umgebung so wohl fühlst. Ich bin auch unendlich dankbar in einem so wunderbaren Land wie Österreich und da dann in Tulln geboren zu sein. Da geht einem das Herz auf, wenn man an der Donau spazieren geht. In den Wienerwald ist es nicht weit und überhaupt: Tulln ist super!!! :-). Liebe Grüße

Kooperation mit der Tullnerin

Gerne stehe ich für  werbliche Kooperationen zur Verfügung. Diese werden auch als solche gut erkennbar für die Leser gekennzeichnet. Allerdings behalte ich mir vor, Themen abzulehnen, mit denen ich mich nicht zu 100% identifizieren kann. Das bin ich mir und vor allem meinen Lesern/Leserinnen schuldig.

Für Anfragen bezüglich Kooperationen: info@die-tullnerin.at