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Tullner Frühjahrsputz

Neue Pflanze Glasbusch?

Update 16.3.2020: Aufgrund der aktuellen “Corona-Verordnungen” werden die Termine großteils verschoben

Der Winter hat Spuren hinterlassen. Also ran an die Fenster zum Frühjahrsputz. Zu meinem Erstaunen: Sichtung von Bienen an der Hausmauer. Etwas verschlafen und benommen. Knallgelber Zitronenfalter im Garten vis-à-vis. Nachbars Enkel hinterher, um ihn zu fangen. Gott sei dank erfolglos. Was zum Kuckuck tun die da? Also nicht der Enkel, sondern Bienchen und Flatterer? Es blüht noch nichts! Kein Pollen = kein Futter. Kein Futter = bald mausetot.

Laut Kalender grad mal Februar. Laut Falter & Co schon Frühling. Klar mag ich Sonne & Wärme, tut ja auf der Nasenspitze und der Seele gut. Aber Anfang Februar 18 Grad? Plus wohlgemerkt. Nicht minus. Das gab mir zu denken und den Anstoß für den Artikel.

Nix tun ist keine Lösung

Der Klimawandel geht uns alle an. Jeden trifft es mehr oder weniger. Mehr natürlich den, dem es beim nächsten Sturm das Dachl vom Haus weht. Weniger den, der sich auf tropische Temperaturen von knapp 40 Grad im Sommer freut. Den Kopf in den Sand zu stecken und nix zu tun ist aber definitiv die am wenigsten gute Idee. 😉 Wenngleich auch die am weitest verbreitete.

Ich weiß, dass wir hier in Tulln & Umgebung mit unseren Umweltschutzaktionen nicht gleich den Planeten retten werden. Wir müssen auch nicht alle schnurstracks auf hoher See anheuern, um dort Plastik aus dem Wasser zu fischen. Doch auch im Kleinen könnte man bereits einiges bewirken. Vielleicht entstehen ja auch Nachahmungstäter in Nachbarländern …

Ich glaub fest dran, dass wenn 16.000 Tullner auch einen noch so kleinen Beitrag leisten, dass das in Summe ein großer Erfolg sein kann. Möglichkeiten gibt es da so einige. Eh alles Dinge, die jeder weiß. Mehr Fahrrad, weniger Auto. Weniger Abfall, mehr Hausverstand. Ja, wir wissen’s eh. 

Aber trotzdem seh ich immer wieder so Kleinigkeiten. Ist es notwendig, den Zigarettenstummel einfach dort fallen zu lassen, wo man grad steht? Er löst sich auch sicher nicht wie durch Zauberhand in Luft auf, wenn man ihn beim geöffneten Autofenster mal eben so raus schnippt. 😉

Meiner Beobachtung nach, leider meist aus Gedankenlosigkeit. Zwar wird da gern von Umweltschutz und was man nicht alles dazu beiträgt geredet, aber dann den Zigarettenstummel zu Boden werfen und austreten. Oder in hohem Bogen in den nächsten Kanalschacht werfen. Also höchste Zeit für einen Outdoor-Frühjahrsputz.

Ein wenig fehlt mir auch das Verständnis, warum entlang eines Spazierweges mit zahlreichen Spielgeräten für Kinder (im Komponistenviertel) auf einer Länge von etwa 10 Meter gleich mal 9 Hundehaufen zu finden sind. Einer sogar direkt neben dem Behälter für die “Gassi-Sackerl” und noch dazu neben dem Mistkübel. Da fehlen mir echt die Worte. Klar, wenn da weit und breit ein einziges Häufchen liegt, wird schon keiner rein steigen. Aber wenn alle 50 cm die Hundewürstchen liegen, ist das einfach nur noch unappetitlich und ekelhaft.

Tut das Not?
Tut das Not?

Wäre echt nett, wenn einfach mehr im Mülleimer und weniger auf der Wiese landen würde. Bis aber tatsächlich irgendwann ALLE ihren Hausverstand nutzen, gibt’s jährliche Veranstaltungen, wo Freiwillige zum Frühjahrsputz in die Natur ausrücken. Diese Aktion gibt es übrigens schon seit 2006 in unserem Land. Und immer mehr Leute schließen sich an. Gemeinsam fällt Landschaft putzen halt doch leichter.

Krass …

Allein im Vorjahr sind in Niederösterreich an die 198 Tonnen Müll gesammelt worden. Im Grünland wohlgemerkt! Das muss man sich mal vorstellen. Wie zum Kuckuck kommt so viel Abfall in die Botanik? Fragt ihr euch das auch immer wieder? Wenn man das auf 5 Jahre oder noch mehr hochrechnet, kann man sich vorstellen, wie es da draußen aussehen würd, wenn die vielen Freiwilligen da nicht Abhilfe schaffen würden. 🙁 An dieser Stelle möchte ich ein großes Dankeschön aussprechen. 🙂

"Frisches Grün" im Wald
“Frisches Grün” im Wald

Bitte mit machen! Gemeinsam macht’s sogar Spaß

In Tulln findet unser Frühjahrsputz heuer am Freitag, den 3. April statt. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr beim Haupteingang des Tullner Aubades. Mitzubringen sind nur Arbeitshandschuhe und viel gute Laune. Der Rest wird von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Damit ausreichend Müllsäcke, Warnwesten und Greifer zur Verfügung gestellt werden können, bitten die Organisatoren um Anmeldung. (Zur Anmeldung geht’s hier). Vom Aubad ausgehend schwärmen die Gruppen dann emsig wie die Bienchen aus. Weil Arbeit hungrig macht, werden die Teilnehmer im Anschluss mit einem Grätzelfest belohnt. Ganz im Sinne der Aktion “Stadt des Miteinanders”.

Für alle Nicht-Tullner, die hier aber trotzdem mitlesen, hab ich natürlich auch noch ein paar weitere Terminchen im Gepäck. Ab 7.3. glänzt dann St. Andrä-Wördern auch pipifein und sauber am Fuße des Wiener Waldes. Treffpunkt ist dort um 09.30 Uhr bei der Kajakunion Greifenstein, Kastanienallee 1, 3422 Greifenstein. Ab 12.00 Uhr dürfen sich die Teilnehmer dann auf was Feines zu essen freuen.

Ebenfalls am 7.3. geht’s in Trübensee/Tulln zur Sache, wenn die Felder und Wiesen frühjahrsfit gesäubert werden. Da wird sich das eine oder andere Osterhäschen sicher auch “tierisch” freuen. Treffpunkt 9 Uhr im Dorfhaus Trübensee – Verpflegung durch die Dorfgemeinschaft!

Zeiselmauer und Mollersdorf schließen sich dann am 14.3. an, eine Woche später am 21.3. putzen sich Nitzing, Katzelsdorf und Baumgarten (Judenau) fein raus. Am Samstag, 4. April, von 9.00 bis 12.00 Uhr, geht’s dem Müll in der Gemeinde Muckendorf-Wipfing an den Kragen. 

Aber da gibt’s natürlich noch weit mehr Termine im Bezirk. Weitere Gemeinden, Termine und Infos findet ihr hier.

Also lasst uns gemeinsam den Frühling mit Frühjahrsputz einläuten, damit der Osterhase über saubere Felder hoppeln kann … 😉

Liebe Grüße und bis bald

die Tullnerin

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