Überrasch deine Gäste mit Fliedersirup

Fliederblüte

Update 05/2019: Auch wenn ich in den letzten Jahren immer wieder Fliedersirup zubereitet habe, so möchte ich euch meine neuesten Erkenntnisse nicht verschweigen. In der Wissenschaft werden nach wie vor Pflanzen und ihre Wirkungsweisen untersucht. Da mein Artikel schon etwas älter ist, hab ich nun wieder mal recherchiert und tatsächlich Hinweise gefunden, dass Fliedersirup bedenklich sein könnte. Die Blüten gelten als schwach giftig. Vermutlich macht wie immer die Dosis das Gift. Jedoch kann ich dieses Rezept nicht mehr völlig bedenkenlos empfehlen ..

Mai ist Fliederzeit! Es duftet und riecht an allen Ecken. Ich verrate euch aber etwas: Flieder ist nicht nur schön anzusehen und ein Genuss für meinen Geruchsinn. Man kann auch herrlichen Sirup daraus herstellen. Das ist zwar ein bisschen Fitzelarbeit. Aber mir war’s das wert!

Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass Flieder auch als Heilmittel eingesetzt wird. Ich dachte bislang immer, er wäre in allen Teilen giftig. Nun las ich aber, dass man Blätter und Rinde gegen verschiedene Beschwerden einsetzen kann. Das ist zwar gut zu wissen. Der Haken dabei ist: Bitterstoffe, Bitterstoffe, Bitterstoffe.  Also ich glaub, ich bleib beim lieblichen Sirup.

Ich hab mich dann auch noch ein bisserl bei anderen Bloggern umgesehen, die Rezepte sind alle ähnlich. Wenn ihr da mal experimentieren möchtet, hab ich aber doch was Spezielles bei “Ziii kocht” gefunden: Rhabarber-Fliedersirup! Hört sich super an. Das Rezept UND die Geschichte drum herum! Wenn diese gemeinen “Eismänner” dann doch noch dem Frühling weichen und ich noch irgendwo einwandfreie Fliederblüten finde, werd ich diesen Sirup mit Sicherheit ausprobieren.E

Fliedersirup

5 schöne große Fliederdolden, 1 Bio-Zitrone, 75 dag Kristallzucker, 1 Liter Wasser, 1 dag Zitronensäure

Zuerst müsst ihr die Fliederblüten aus den grünen Kelchen zupfen. Das ist deshalb wichtig, weil die grünen Teile wirklich sehr bitter sind und den Sirup verderben würden.

Dann das Wasser aufkochen und den Zucker darin auflösen. Abkühlen lassen, die Zitronensäure einrühren und alles über die Fliederblüten gießen.

Anschließend noch die in Scheiben geschnittene Zitrone dazugeben. Gut durchmischen.

Mindestens 24 Std. ziehen lassen. Ich habe auch Rezepte gefunden, in denen empfohlen wird, den Sirup 5 Tage lang durchziehen zu lassen. Der Geschmack wird dann sicher intensiver. Aber ich war ungeduldig und hab den Sirup probiert. Weil ich da aber schon total begeistert vom Geschmack war, habe ich ihn gleich in Flaschen umgefüllt.

Ein bisschen hab ich gebraucht, um den Geschmack definieren zu können. Letztendlich haben wir uns in der Familie geeinigt, dass das Aroma an Ribisel-Zitronen-Sirup erinnert. Mit der Haltbarkeit hab ich leider noch keine Erfahrung gemacht. Aber ich denke, dass der Sirup im Kühlschrank drei bis vier Wochen hält. Falls er nicht vorher schon von uns “vernichtet” wurde.

Ich wünsch euch gutes Gelingen!

Eure Tullnerin

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