Aktualisiert Juni 2021 – Das Interesse an Wildkräutern nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich zu. Ja gut, dass man Bärlauch & Brennnessel essen kann, ist ja ein alter Hut. Aber dann ist es bei vielen Leuten mit den Kenntnissen um Wildkräuter auch schon wieder vorbei. Dabei haben ein bis zwei Generationen vor uns weit verbreitete Wildkräuter noch regelmäßig in ihren Speiseplan eingebaut. Wie wär es also mit einer Kräuterführung durch die Tullner Au, um die Kenntnisse ein bisserl aufzufrischen? Könnt ihr ganz einfach über „Veilchenblau“ checken.
Die Welt der wilden Kräuter
Ich bin ja schon lang fasziniert von dem, was uns die Natur schenkt und ich dann einfach in den Kochtopf oder in die Salatschüssel rein werfen kann. Begonnen hat das in meinen 20-ern, als ich ganz wild drauf war, Hollersaft selbst anzusetzen. Heut muss ich über die Unmengen an Sirup, mit dem ich meine nähere und weitere Familie beglückt hab, direkt lachen. Weniger ist ja oft mehr. Und es gibt doch noch sooooo viele andere Pflanzen und Blüten, die man zu kleinen Küchenschätzen verwandeln kann, wie etwa die Lindenblüten oder die Brennnesselsamen …
Leider ist das Wissen von Oma & Opa bei den meisten Familien in einer einzigen Generation verloren gegangen. Auch in meiner Familie. Also beschloss ich, mir das Alles einfach wieder anzueignen. Leider nicht in Omas Küche, aber dafür bei einigen Ausbildungen und der einen oder anderen Kräuterführung. Dabei hab ich sehr schnell festgestellt, dass die Wildkräuter einen gewissen Suchtfaktor enthalten. Fängt man da einmal damit an, erkennt man alsbald, dass die Natur vieles für uns bereit hält, was man fürs Leben so braucht. Ich weiß wovon ich spreche, ich bin mittlerweile ein Herb-oholic und die Nachbarn lachen, wenn ich mit einem gut gefüllten Einkaufskorb aus der Au zurück komm. Oder wenn ich das „Unkraut“ aus meinem Garten einfach in den Salat mische.

Was gibt’s bei Veilchenblau
Nachdem ich also einige Aus- und Fortbildungen hinter mich gebracht hatte, beschloss ich ein kleines one-woman-Unternehmen zu gründen, das sich auf das Vermitteln von Wissen rund um Wildkräutern spezialisiert. Das war die Geburtsstunde von Veilchenblau.
Obwohl in Zeiten von You Tube und Internet viel im Netz nachgelesen und angeschaut werden kann, ist es doch etwas ganz anderes, die Pflanzen in „freier Wildbahn“ zu erkennen. Hier geht’s nicht ohne die Sinne wie Riechen, Fühlen und auch Schmecken, um die Heil- und Wildkräuter zu entlarven und von Doppelgängern unterscheiden zu können. „Im Zweifelsfall immer stehen lassen“, sag ich den Teilnehmern bei meinen Kräuterführungen. Wenn man Hopfen- von Himbeerblättern nicht unterscheiden kann (nicht lachen – da haben sehr viele Leute ein Problem damit), ist es nicht so tragisch. Wenn aber die Zaunrübe ins Spiel kommt, ist es weniger lustig.
Ich geb mein Wissen aber nicht nur bei den Kräuterwanderungen weiter. In meinen Workshops gehts von der Theorie direkt in die Praxis. Da wird dann fleißig geschnitten, gerührt und gemixt, bis man schlussendlich Waschmittel aus Kastanien oder Deo aus Rosenblüten fertig in Händen hält. Ohne Chemie oder sonstige synthetische Schwergewichte. Einfach Natur pur. Gut fürs Börserl und sehr schmeichelnd fürs ökologisch lupenreine Gewissen.

Wer jetzt neugierig geworden ist und sich für eine Kräuterführung in Tulln interessiert, findet auf der Website www.veilchenblau.at eine Übersicht zu den Terminen.
Mein Tipp: Öfters mal auf die Website gehen und schauen, was sich tut. Oder über die Veilchenblau-Facebook-Seite erfahren, welche Veranstaltungen geplant sind.
Liebe Grüße und genießt den Sommer!
die Tullnerin


