Freizeit & Spaß

Wir lieben Freizeit, wir lieben Spaß. Dazu zählen vielerlei Dinge. Das kann für den einen der Yogakurs oder ein Beauty-Tag sein, für den nächsten ein Workshop und für den anderen eine Juxveranstaltung. Ich kann euch natürlich nur einen kleinen Überblick über alle Möglichkeiten in Tulln und Umgebung bieten. Aber zumindest den einen oder anderen Tipp geben, wo ihr eure Freizeit gut verbringen könnt.

Blond, blonder – Haarliebe

Blond, blonder – Haarliebe

Nicht mehr ganz neu, aber trotzdem erst knapp 5 Monate jung, ist der Salon “Haarliebe” von Rebecca Hebda und “Beauty Secrets” von Verena Buder in Katzelsdorf. Die beiden jungen Damen haben im ehemaligen Raika-Gebäude einen sehr schicken kleinen Salon mit Frisör und Kosmetik eingerichtet. Und weil man als hochgradig Nahverwandte ja durchaus stolz auf den Nachwuchs sein darf, möchte ich heut auch dazu ein paar Wörtchen schreiben.

Salon Haarliebe
Salon Haarliebe

Sesshaft geworden …

Rebecca von Haarliebe hat ja bereits als mobile Frisörin die Selbstständigkeit mit all ihren Herausforderungen kennen lernen dürfen. Nach drei Jahren “on Tour” war es an der Zeit, sesshaft zu werden. Da Tulln aber bereits durchaus gut versorgt mit Frisörstudios ist, wurde im Tullner Umland gesucht und gefunden. Schließlich wachsen auch die Ortschaften rund um Tulln ziemlich schnell, Wohnungen und Reihenhäuser schießen aus dem Boden. Kurzum – auch dort ist ein Friseursalon sehr willkommen.

Die Trends 2019 …

Balayage-Technik
Balayage-Technik

Zur Frage, was den punkto Farbe und Schnitt 2019 im Trend liegt, kam die Antwort kurz und bündig: Alles was gefällt und typgerecht ist. Allerdings kann man nicht leugnen, dass nach wie vor “Blond” der Renner ist. Kaum zu glauben, was es da alles an Nuancen gibt. Von Erdbeer-Blond, über pudriges Pastellblond, Balayage etc. Was mich sehr erstaunt: Voll im Trend liegt auch Blond mit dunklem Ansatz. Juhu! Sowas hört man doch gern, oder? Also macht mir mein Nachwuchs (ich mein natürlich den am Kopf) in Zukunft keinen Stress mehr …

Blond liegt im Trend
Blond liegt im Trend

Bei langem Haar trifft man mit weichen Wellen und natürlichem Look voll den Zeitgeist. Bisschen Boho-Chic ist nie verkehrt! Gleiches gilt auch für halblange Mähne. Bei Kurzhaar darf’s der klassische freche Pixie-Cut sein. Sehr gewagt hingegen ist der Prinz Eisenherz-Schnitt, den ich persönlich eher als Unfall denn als Haarschnitt einordnen würde. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Und wenn’s gefällt, ist es ja ok, diesen Trend mitzumachen. Übrigens auch wieder seeeehr gefragt: Stirnfransen.

Spliss adé
Spliss adé

Was gibt’s Neues?

Wimpernlifting
Wimpernlifting vorher-nachher

Neu: Haarliebe bietet seit kurzem auch professionelles Wimpernlifting an. Das ist ein bisschen so wie eine Dauerwelle für Wimpern. Der Look ist sehr natürlich und man erspart es sich, die Wimpern zu tuschen. Hat jedoch nichts mit Wimpern-Extensions zu tun. Das Lifting hält ungefähr 6 bis 8 Woche, da ja auch Wimpern so wie alle anderen Haare regelmäßig ausgehen um neu nachzuwachsen.

Braut-Alarm

Nach wie vor ist Rebecca auch gut gebuchte Hochzeits-Frisörin. Da ist sie mit Herz und Seele dabei. Klar. Wer mag keine Hochzeiten? Ich persönlich kann mir tatsächlich Schlimmeres vorstellen, als eine Frau am “schönsten Tag im Leben” für den besonderen Moment herrichten zu dürfen. Für diese Anlässe wird Rebecca dann auch kurzfristig wieder mobil und kommt – wenn gewünscht samt Visagistin – ins Haus.

Unter uns – Brautfrisur brauch ich keine mehr, aber das mit dem pudrigen Pastell-Blond muss ich mir nochmal näher anschauen.

Erreichbar ist Haarliebe von Montag bis Freitag ab 9.00 Uhr. Termine nach telefonischer Vereinbarung unter 0664 / 513 26 27. Und natürlich findet ihr sie auch hier auf Facebook.

Liebe Grüße

die Tullnerin


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Moin(e) Auszeit im Norden

Moin(e) Auszeit im Norden

Herrlich so eine kleine Auszeit im Norden. Man gönnt sich ja sonst nix. Warum gerade Hamburg und nicht der sonnige Süden wie Mallorca & Co.? Naja – schuld dran sind meine Kinder. Und ihr Vorliebe für Disney-Musicals. Genau genommen ist aber Simba schuld. Schließlich könnt der kleine König der Löwen ja auch auf Ibiza auftreten. Aber er hat sich nun mal Hamburg als Residenz ausgewählt.

Hamburg, die Musical-Stadt, Stadt an der Elbe und Alster. Stadt der Mega-Schiffe und Container. Nicht vergleichbar mit Rom oder Paris. Die sind weiterhin meine Favoriten. Aber trotzdem eine Stadt, die es absolut lohnt zu besuchen. Auch abseits von Musicals. Falls ihr nun auch Lust auf einen schnellen Trip zu den Hanseaten habt, hier einige Tipps, die euch mitunter viel Zeit sparen können.

Außenansicht Ruby | Lotti
Außenansicht Ruby | Lotti

Kommt ihr am Flughafen an, so könnt ihr von dort aus direkt mit der Schnellbahn ins Zentrum kommen. Ohne Verkehrsstau, dafür sehr entspannt. Tickets kann man beim Info-Schalter kaufen. Hier gibts auch gleich Gruppen-Karten, die empfehlenswert sind, wenn man die Öffis in Hamburg täglich mehrmals nutzen möchte und mit Familie oder Freunden reist. Egal ob Bus, Bahn oder Fähre.

Mein Hoteltipp …

Die Fahrt dauert etwa 25 Minuten ins Zentrum Hamburgs. Je nachdem wo ihr euch einquartiert habt. Solltet ihr ein Hotel in der Innenstadt in Erwägung ziehen, kann ich euch das Hotel Ruby | Lotti wärmstens empfehlen. Erfrischend anders und originell.

Eingangsbereich Hotel
Eingangsbereich Hotel

Das Hotel ist total trendig im Retro Style (oder ist das doch Hipster-Style? –Kenn den Unterschied noch immer nicht). Der Eingang so schmal und unspektakulär, dass ich anfangs dachte, ich sei falsch. Im Inneren verstärkte sich der Eindruck nochmals kurz, weil ich mich auf einem Flohmarkt oder Second Hand Shop wähnte. Oder in einem Hutladen. Weit und breit keine Rezeption, sondern nur eine Bar. Bis sich herausstellte: DIE BAR IST DIE REZEPTION!

Frühstückszimmer / Bar / Hotellobby
Frühstückszimmer / Bar / Hotellobby
Einrichtung im Flohmarkt-Style
Einrichtung im Flohmarkt-Style

Einchecken übernimmt man gleich mal selbst am Tablet. Die Zimmerkarte wird daraufhin vollautomatisch “ausgespuckt”. Die Zimmer minimalistisch aber top eingerichtet. Gewöhnungsbedürftig ist die Walk-in-Dusche ohne Sichtschutz. Kein Problem wenn man mit seinem Schatz anreist. Oder mit der besten Freundin. Weniger geeignet, wenn man schüchtern ist oder sich mit einer Kollegin das Zimmer teilen möchte. Da fehlt dann eindeutig Intimsphäre. Für diesen Fall sollte man sich vielleicht von Haus aus nach einem anderen Quartier umsehen.

Zimmer ohne Schnörksel
Zimmer ohne Schnörksel
Nichts für Gschamige - die Dusche
Nichts für Gschamige – die Dusche

Frühstück – so lässt sich’s leben …

Das Frühstück spielt alle Stückerl. Vor allem spielt es Bio in allen Varianten. Dafür gibt’s von mir die volle Punktezahl!!! Originell die Eierbecher aus Wellpappe. Der heiße Kaffee und die Milch vom Getränkespender statt vom Vollautomaten. Da gab’s nix zu Meckern! Alles was das Herz begehrt: Frische Früchte, Joghurt, Müsli, Eier und sogar sehr guter Plunder.

Good Morning!
Good Morning!
Bio-Frühstück
Bio-Frühstück
Eierbecher der anderen Art
Eierbecher der anderen Art
Müsli & Marmelade-Bar
Müsli & Marmelade-Bar

Die Lage …

Das Hotel liegt super zentral bei der Station “Stadthausbrücke”. Zu Fuß kann man gemütlich durch das Designer-Viertel Richtung Jungfernstieg spazieren. Hier reiht sich ein Top-Laden neben den anderen. Von Chanel bis Gucci oder Bulgari …

Der Fußweg zum Jungfernstieg dauert (ohne Zwischenstopps in den Designer-Läden) etwa 15 Minuten. Dort angelangt kann man ein bisschen in den Arkaden flanieren oder sich Kaffee mit Ausblick gönnen. Der Tipp schlechthin: ALEX im Alsterpavillon! Direkt am Wasser und bei Schönwetter zum Bersten voll. Wobei das mit dem Schönwetter halt so eine Sache ist in Hamburg. Man unterscheidet hier zwischen trockenem Sonnenschein und nassem Sonnenschein. Hört sich netter an als Schmuddelwetter.

Sightseeing und Shoppen …

im Café Godiva
im Café Godiva

Falls im ALEX kein Platz zu finden ist, kann man auch sehr nett Kaffee trinken im Café Godiva in den Alster-Arkaden am Jungfernstieg. Mit Blick auf Rathaus, direkt am Wasser ist das sehr empfehlenswert. Denkt dran, es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung …

Rathaus Hamburg
Rathaus Hamburg

Wobei wir auch schon am Rathaus wären. Und hier beginnt das Einkaufsparadies! Es reiht sich eine Passage (wegen des nassen Sonnenscheins liebt man hier Indoor) an die andere. Und natürlich die Einkaufsstraßen (Gottseidank für mittlere Geldbeutel). Shopoholics sollten diese Gegend lieber meiden, wenn sie nicht Haus und Hof verlieren möchten.

Wenn der kleine Hunger kommt…

Wenn man die Passagen überstanden hat und sich nicht schon hier den Bauch voll geschlagen hat, findet man an einer der Einkaufsstraßen das Lokal von Steffen Henssler. Den Herren kennt der eine oder andere sicher von diversen TV-Sendungen. Tja, da musste ich dann wohl oder übel einen Zwischenstopp einlegen. Wenn ich doch schon mal hier bin. Die Passagen haben mich ziemlich hungrig gemacht. Passagen-(s)hopping ist schließlich auch beinahe Sport.

Ahoi
Ahoi

Im “Ahoi” von Steffen Henssler geht’s natürlich um Fisch. Als Fast Food im Straßenverkauf, wo man im Vorbeigehen z.B. Fish & Chips bestellen kann. Oder im Lokal selbst, wo es Fisch in allen Varianten gibt. In Form von Asia-Gerichten, Sushi, Burger oder klassisch. Fischverweigerer soll’s aber auch geben. Die genießen im Ahoi dann Alternativen wie Hühnerspieß.

Uns hat’s jedenfalls geschmeckt, die Bedienung war flott und freundlich. Kann man durchaus mit gutem Gewissen empfehlen. Wer schon vorweg mal gustieren möchte, der findet hier weitere Infos vom Lokal.

Backfisch beim Henssler
Backfisch beim Henssler

Hafen & Landungsbrücken …

Auch für Musicalfans liegt das Hotel Ruby | Lotti übrigens sehr zentral. Mit den Öffis fährt man nur eine Station bis zur Station “Landungsbrücken”. Von hier aus gibt’s das kostenlose Shuttle-Boot über die Elbe zum “Stage Theater” im Hafen. Den König der Löwen wird vermutlich noch länger am Spielplan stehen. Andere, weniger erfolgreiche Musicals, wechseln sich jedoch ab. Von Mary Poppins bis hin zu Tina (Turner), ab Herbst 2019 z.B. auch Pretty Woman.

Außerdem starten hier auch die Hafen-Rundfahrten, die man bei einer Hamburg-Reise unbedingt mit einplanen sollte. Kosten pro Person um die 18,- Euro. Dafür gibt’s viel Hintergrundwissen, präsentiert mit norddeutschem Humor. Das Wort “großes Schiff” hat übrigens ab sofort eine neue Bedeutung für mich. So ein Teil hat niedliche 400 Meter Länge …

Containerschiff im Hafen
Containerschiff im Hafen

Wenn die Füße streiken …

Übrigens findet ihr bei Landungsbrücken auch zwei Stationen für Stadtrundfahrten mittels Bus. Für welchen Anbieter ihr euch entscheidet ist Geschmacksache. Via Hop on – hop off gelangt man dann in den wunderschöne Stadtteil an der Außenalster mit herrlichen Villen von Superdesignern wie z.B. Wolfgang Joop oder Jil Sander. Direkt am Wasser gelegen, sind viele Häuser nicht nur mit Garten sondern auch mit Anlegestelle bzw. Steg ausgestattet. Traumhaft! Wer hier wohnt spart sich den Pool …

Ideal ist diese Busfahrt, wenn die Füße schon weh tun und man trotzdem noch ein bisschen Sightseeing machen möchte. Ich war seeehr dankbar, nicht mehr laufen zu müssen. Hätte mich auf diesen Trip wohl mit Ausdauertraining vorbereiten sollen.

Zurück bei der Endstation Landungsbrücken findet ihr ein Hardrock Cafe. Nicht unbedingt mein Ding, aber wenn Nachwuchs dorthin will, drückt Mami schon mal beide Augen zu. Außerdem ermüdet auch Schiff- und Busfahren und ein neuerliches Päuschen kann nicht schaden …

Speicherstadt & Kaffee …

UNBEDINGT müsst ihr in die Speicherstadt. Und zwar nicht mittels großer Hafenrundfahrt, denn da seht ihr vom Boot aus ja nur die Hausmauern. Am besten nehmt ihr das Shuttleboot (inkludiert in der Öffi-Karte, die ich bereits am Flughafen erstand) bis zu Elbphilharmonie. Und dort dann einfach zu Fuß rein in die Speicherstadt.

Speicherstadt
Speicherstadt

Ein Fuß-Navi ist hier äußerst hilfreich, denn irgendwie schaut hier alles gleich aus. Nicht optimal für meine gering ausgeprägtes Orientierungstalent Aber alle Wege führen zum Ziel! Und dieses ist das Kaffee-Museum. Genauer gesagt, das Café oberhalb des Museums das uns eine Freundin empfohlen hat.

Kaffeemuseum Burg
Kaffeemuseum Burg

Einzigartig anders, witzig, originell, fantastischer Cappuccino, sehr gute Mehlspeise, total nettes Personal, riesige Auswahl. Wenn ihr in Hamburg seid, dann schaut dort vorbei. Eines meiner persönlichen Highlights! Man kann sich dort übrigens auch mit Kaffee eindecken, der dann gleich gemahlen und so verpackt wird, dass er das Aroma bis zur Heimreise nicht verliert.

Café im Kaffeemuseum Burg
Café im Kaffeemuseum Burg
Café Kaffeemuseum Burg
Café Kaffeemuseum Burg
Café Kaffeemuseum Burg
Café Kaffeemuseum Burg

Noch ein kleiner Tipp …

Und mein letzter Tipp für eure Hamburg-Reise: gönnt euch ein Franzbrötchen. Oder auch mehrere. Dabei handelt es sich um eine Hamburger Spezialität. Ähnlich wie die Nussschnecken in Österreich. Allerdings ist das Franzbrötchen nur mit Zucker und Zimt gefüllt. Aber äußerst lecker. So lecker, dass ich euch an dieser Stelle deshalb leider kein Bild zur Verfügung stellen kann. Denn ich hab’s schneller aufgegessen als man Fotos schießen kann.

Also dann: Moin und liebe Grüße

die Tullnerin



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Der Mann, der in die Sterne schaut …

Der Mann, der in die Sterne schaut …

Ein utopisch anmutendes Etwas …

Bereits vor etwas mehr als drei Jahren wunderte ich mich über eine seltsame Dachkonstruktion. Eine merkwürdige weiße Kugel – platziert auf einem Dach in der Tullner Königstetter Straße. Ich konnte dieses Ding beim besten Willen nicht zuordnen. Egal, von welcher Perspektive ich es auch betrachtete.

Ich kam zum Schluss, dass es einfach ein neumodisches Zeug wäre und ich vermutlich wieder mal nicht up-to-date sei. Das ist das Ärgerliche am Älterwerden. Man verpasst immer öfter irgendwie den Anschluss in unserer schnelllebigen Zeit. Etwas beruhigt hat mich dann jedoch die Erkenntnis, dass auch meine allerliebsten Sprösslinge – mittlerweile erwachsen – in völliger Unkenntnis bezüglich dieses riesigen Dach-Golfballs waren.

Kuppe mit Teleskop
Kuppe mit Teleskop

Wie der Zufall so will, traf ich nun einen flüchtigen Bekannten aus Teenagerzeit wieder und wir kamen ins Gespräch. Und ich kann mein Glück kaum fassen. Das Rätsel um die Kugel ist gelöst.

Wenn einer in die Sterne schaut …

… dann kann das in Tulln nur Hilmar Ott sein. Der gelernte Wirtschaftsingenieur für Maschinenbau hat sein Interesse für die Milchstraße & Co. schon früh entdeckt. Bei einem gemütlichen Plausch im Café erzählte er mir dann ein bisschen mehr davon. Und was es mit der Kugel-Konstruktion auf seinem Dach auf sich hat.

Die Sterne faszinieren Hilmar bereits seit Kindheitstagen. Ausschlaggebend dürfte da vermutlich die Mondlandung gewesen sein, die er damals im Fernsehen sah. Während seine Oma noch ungläubig verlautete: “Wer weiß, ob das überhaupt wahr ist”, war für den Buben im Volksschulalter dieses Ereignis der Startschuss für sein liebstes Hobby.

Da sein Interesse auch während der Teenagerzeit den Sternen galt, durfte er zum 15. Geburtstag sein erstes größeres Teleskop sein eigen nennen.

Knapp vor der Matura baute Hilmar dann gemeinsam mit einem Freund ein weiteres Teleskop. Einige Zeit später schliff er auch seinen ersten astronomischen Spiegel selbst. Wieder mit Unterstützung des Freundes. Zusätzlich gab’s aber auch Hilfestellung von einem Bekannten, der am Astronomischen Institut tätig war, sowie vom TGM Wien und der Fachschule für Flugtechnik.

Teleskop
Zum Sterne schauen

Das Interesse blieb ungebremst. Nur was macht man damit? Da es eine geradezu irrwitzige Idee gewesen wäre, Astronaut zu werden und auch ein Studium für Astronomie eher brotlose Aussichten bescherte, entschied sich Hilmar für eine fundierte Ausbildung. Und zwar im technischen Bereich. Nicht unbedingt die schlechteste Wahl, zudem er nun weniger technisch begabten Menschen mit deren Smartphones, PCs und Tablets ziemlich auf die Sprünge hilft – aber das ist eine andere Geschichte …

Wie so oft im Leben muss man seine Träume dann ein bisschen zur Seite schieben. Berufsausbildung, Familiengründung, Hausbau … Die üblichen Verdächtigen halt. Hilmar blieb den Sternen aber verbunden, tauscht sich mit Gleichgesinnten aus und unternimmt auch Reisen in Gebiete, die weniger “Lichtverschmutzung” aufweisen. Denn diese ist mittlerweile auch in Tulln ein großes Problem. Man sieht die Sterne einfach nicht mehr so klar, da dafür absolute Dunkelheit notwendig wäre.

Montage Sternwarte
Montage Sternwarte

Vor fünf Jahren war es dann so weit. Alle Baugenehmigungen waren eingeholt und die passende Kuppel gefunden. Nun nennt Hilmar am Dach seines Wohnhauses eine eigene kleine Sternwarte sein Eigen. Auch hat er bereits mit den Arbeiten an einem noch größeren Teleskop begonnen. Geht’s nach den Vorstellungen des Hobbyastronom, so soll es eines der größten Fernrohre zur Sternbeobachtung Österreichs werden.

Workshop Sternbilder oder Wer findet den kleinen Wagen?

Um mehr Menschen für die faszinierende Weite des Weltalls zu begeistern und vor allem auch die oft unbekannten Sternbilder zu zeigen, bot Hilmar im vergangenen Herbstsemester einen Workshop über die Volkshochschule in St. Andrä-Wördern an. Sollten sich in Tulln und Umgebung ausreichend Interessenten melden, so ist für April ein neuerlicher Workshop geplant. Vermutlich auf der Figl-Warte am Tulbinger Kogel.

Voraussetzung ist jedoch eine gewisse Spontanität der Teilnehmer, da der Workshop natürlich sehr stark vom Wetter abhängig ist. Infos dazu kann man direkt bei Ing. Hilmar Ott erfahren. Entweder telefonisch unter: 0664/313 44 87 oder Ingenieurbuero.Tulln@gmail.com

Mondfinsternis 2018
Mondfinsternis

Für alle, die schon etwas”Vorglühen” wollen, bietet sich jetzt am 21.01.2019 eine totale Mondfinsternis an. Allerdings muss man dazu recht früh aus dem Bett. Etwa um 04.30 Uhr geht’s nämlich schon los. In Österreich ist der “Blutmond” bis zum Ende der Kernschattenphase um 06.44 Uhr zu sehen, dann wird es allmählich hell und somit sieht man die weiteren Phasen der Mondfinsternis nicht mehr so gut. Also raus aus den Federn und bewundert unseren Erdtrabanten. Bleibt nur zu hoffen, dass das Tullnerfeld nicht unter dicken Wolken eingebettet ist …

Liebe Grüße

die Tullnerin

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Was gibt’s Neues in Tulln?

Was gibt’s Neues in Tulln?

Neujahrstreffen in Tulln

Mag. Eisenschenk bei seiner Rede
Unser Tullner Bürgermeister – Mag. Eisenschenk

Bereits zum 10. Mal fand das Tullner Neujahrstreffen statt. Der Bürgermeister betonte, dass in der Geschichte dieser Veranstaltung noch nie so viele Bürger teilgenommen hätten. Und tatsächlich waren doch über 800 Menschen der Einladung nachgekommen, sich die Bilanz vom Vorjahr und die Pläne fürs kommende Jahr anzuhören.

Obwohl ich kein großartig politisch engagierter Mensch bin, war es sehr interessant, die Sprecher der einzelnen Parteien anzuhören. Vor allem auch zu erfahren, welche Vorschläge und Wünsche sie 2019 umsetzen möchten. Viele Ideen finde ich wirklich gut.

Wie zum Beispiel diese, dass aufgrund des immer rarer und teurer werdenden Wohnraums in Tulln der neue Kindergarten am Zeiselweg in Tulln mit Wohnungen überbaut wird. Wie übrigens auch der Kindergarten in Neuaigen. Bravo! Eine bauliche Entwicklung, die sich schon in vielen Städten bezahlt gemacht hat.

Ich persönlich finde es ja totale Platzverschwendung, dass etwa beim Billa in der Staasdorfer Straße kein Stockwerk über dem Markt gebaut wurde (gilt übrigens für die meisten Supermärkte). Hier hätten z.B. auch Büroräume oder eben Wohnungen untergebracht werden können. Klar kann kein Konzern dazu gezwungen werden. Aber die verbaute Fläche ist doch ziemlich groß. Es war immerhin Ackerland, das auf immer und ewig verschwunden ist. Ewig schade um diese Verschwendung.

Die Bodenversiegelung wurde übrigens auch von Herbert Schmied von den Neos angesprochen. Fakt ist, dass Tulln etwa 16.000 Einwohner hat und die mögen/brauchen Infrastruktur. In die Breite kann die Stadt nicht mehr allzu lange wachsen. Bleibt nur die Höhe. Es müssen ja nicht gleich Wolkenkratzer werden. Ich glaube aber, dass man sich hierüber in der Gemeinde ohnehin bereits Gedanken macht. Die Problematik ist durchaus bekannt.

Gefallen hat mir auch der Vorschlag, in Zukunft nicht nur als die Gartenstadt Tulln, sondern auch als die Baumstadt Tulln bezeichnet zu werden. Die Idee, die Rainer Patzl vorgebracht hat, stammt von den Grünen. Aber: Der Klimawandel macht wohl allen Parteien gleich viel Sorge. Die Hitze der letzten Sommer hat ihres dazu beigetragen. Sprach man 2003 noch vom Jahrhundertsommer, wurde dieser vom 2015er Jahr eingeholt, dieses wieder vom Sommer 2016 und spätestens 2018 hätte auch ich am liebsten die Nächte im Keller verbracht.

Es kann aber nicht nachhaltig sein, wenn jeder in seinem Heim Klimageräte aufstellt. Das kostet viel zu viel Energie und genau diese gilt es, in Zukunft einzusparen. Abhilfe könnten hier tatsächlich mehr Bäume im Stadtgebiet bringen. Aber auch bepflanzte “grüne” Fassaden könnten als Bio-Klimagerät von Nutzen sein.

Mir fallen dazu sofort sehr alte Häuser ein, die von Wildem Wein und Efeu umrankt und bewachsen waren/sind. Kann es sein, dass schon unsere Altvorderen Pflanzen zum Kühlen und Wärmen eingesetzt haben? Waren sie da klüger als wir? Man merkt jedenfalls einen deutlichen Temperaturanstieg, wenn man von den umliegenden Ortschaften nach Tulln fährt. Da sind mir bis zu 3 Grad aufgefallen. Mag sich nicht viel anhören. Aber es macht einen Unterschied, ob es 33 oder 36 Grad hat …

Mir ist bei der Veranstaltung heute erst richtig bewusst geworden, wie viel Projekte umgesetzt wurden, die positive Auswirkungen auf die Stadt und ihre Bürger hatten. Wie unsere Stadt vom einst verschlafenen langweiligen Tulln zu einem lebendigen und absolut lebenswerten Ort geworden ist.

Daher an dieser Stelle noch einige Infos, für alle, die an diesem Neujahrstreffen nicht teilnehmen konnten. Durch “Green Art” – DAS Großereignis im Vorjahr – kamen an die 40.000 Gäste nach Tulln, die Nächtigungsraten stiegen um 14 % und auch der eine oder andere Wirtschaftszweig hat sicher stark davon profitiert. Im Aubad kommt eine neue Rutsche, Handyparken wird es demnächst auch geben und zum neuen Kino am Ortsrand wird ein Radweg führen. Die Arbeiten am Goldmann-Gebäude laufen und “für eine Lösung mit dem Frank-Gebäude sei man auch guter Dinge”. Das löste bei allen Anwesenden herzhaftes Gelächter aus, selbst bei unseren Gemeindevertretern. Aber wie sagt man so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung. Einmal mehr bin ich stolz drauf, in dieser wunderbaren Stadt leben zu dürfen. Nach dem offiziellen Teil gab’s noch regen Austausch unter den Anwesenden. Ich traf Menschen, die ich lange nicht sah, ehemalige Nachbarn, Schulkollegen, Freunde der mittlerweile erwachsenen Kinder usw. Überall geselliges Beisammenstehen, fröhliche Gesichter, gute Laune.

Ja, die Veranstaltung ist gelungen. Bei Brötchen, Wein und Co. lässt es sich einfach gut plaudern. Und nebenbei gesagt hab ich viele, viele tolle neue Geschichten und Ideen für weitere Blogartikel mit nach Haus genommen. Ihr dürft gespannt sein, was ich euch demnächst erzählen werde …

Bis dahin – liebe Grüße

die Tullnerin

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Bib(b)ernd im Dorfteich (Badeplatz)

Bib(b)ernd im Dorfteich (Badeplatz)

Jedes Jahr packt mich ab Jänner das starke Verlangen, die nächsten beiden Monate einfach Winterschlaf zu halten. Nach dem Glanz der Adventszeit erscheint mir nämlich alles ein wenig grau und trostlos. Man wecke mich doch bitte ab März! Wenn die Tage wieder länger sind und der Frühling mit den ersten Blümchen anklopft.  Beitrag ansehen

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