Waldbaden am Schritteweg

Waldbaden am Schritteweg

In Tulln gibt’s echt viele schöne Eckerl zum Spazieren gehen, Natur genießen, sporteln und relaxen. Eines dieser schönen Platzerl befindet sich zwischen Seerosen-Brücke und Garten Tulln. Und das ist alles andere als langweilig!

Postadresse Schritteweg? Fehlanzeige …

Schon seit Jahren gibt es den “Schritteweg” in Tulln. Nein, das ist keine Adresse im Stadtgebiet. Sondern eine Einladung für alle. Eine Einladung, sich zu bewegen. Denn es gibt ja die ärztliche Empfehlung, täglich 10.000 Schritte zu gehen. In einer Zeit, wo man immer unter Zeitdruck steht und deshalb viele Strecken per Auto oder Fahrrad zurück legt, kein leichtes Vorhaben. Das hört sich jetzt ein bisschen fad an. Ja. Geb ich zu. Aber nur auf den ersten Blick …

Tut gut Schritteweg
Tut gut Schritteweg

Es kommt nämlich auf den Blickwinkel an. Wenn man nämlich dabei den Geruch des Waldes einatmet, den Specht klopfen hört. Eichkätzchen und manchmal auch Rehe beobachten kann. Die Pflanzen von Bärlauch bis Holunder wahrnimmt und den ganzen Reichtum der Natur bemerkt … Dann ist das alles andere als fad. Sondern einfach nur Erholung pur. Da kann sogar das Beobachten einer Schnecke pure Stressbekämpfung sein. Gratis noch dazu!

Weinbergschnecke in Action
Weinbergschnecke in Action

Leider hab ich schon oft bemerkt, dass die allermeisten Tullner keine Ahnung vom Schritteweg haben. Also bin ich um Aufklärung bemüht. Und möchte euch ein bisschen Lust und Appetit auf “Waldbaden” machen.

Hier geht's lang ...
Hier geht’s lang …

Hier geht’s lang …

Gestartet wird bei der Tafel, die in der Nähe des Kinderspielplatzes an der Donaulände steht (Richtung Seerosenbrücke). Dann geht es über die Brücke weiter in Richtung Garten Tulln. Die Gemeinde hat erst kürzlich sämtliche gelbe Wegweiser erneuert, damit sie nun auch gut erkennbar sind und man nicht vom Weg abkommt. Abkürzungen nehmen und schummeln ist nämlich nicht sinnvoll. Schließlich will man ja die etwa 5.000 Schritte schaffen. Ist ohnehin erst die halbe Miete. Aber besser wie nix, oder?

Thementafel 1
Thementafel 1
Hängematte zum Wald genießen
Hängematte zum Wald genießen

Zeit für kleine Genuss-Pausen

An verschiedenen Stellen wurden Themenschilder aufgestellt. Wie zum Beispiel gleich am Beginn des Waldbereichs. Dort findet man auch sechs Hängematten, um die Seele baumeln zu lassen. Ich sag’s euch. Das ist absolut genial. Wie Urlaub! Dolce far niente!!! Das süße Nichtstun!!!

Dann geht’s weiter Richtung Garten Tulln. Dort findet ihr die zweite Thementafel mit ein paar Tipps. Aber dann schnell weiter. Über den Platz drüber und Richtung Parkplätze spazieren. Nach den Parkplätzen achtet wieder auf das gelbe Taferl. Ihr müsst nun nämlich wieder in die Au rein. Zumindest in das was von der Au noch da ist. Ihr kommt dann unweigerlich zur Böschung neben der Großen Tulln. Einfach weiter gehen, bis die nächste Raststelle kommt.

Pause
Zeit für das nächste Päuschen

Bei Tafel Nummer drei – finde ich – kann man getrost einen Zwischenstopp einlegen. Dann wieder zurück in den Wald. Ihr kommt nun auf eine schmale Straße parallel zur Badehaus-Siedlung. Hier seh ich regelmäßig Rehe und Eichkätzchen. Also Augen auf!!!

Achtet aber auf die gelben Hinweisschilder, denn ihr müsst dann von der Straße bald wieder weg und links abbiegen. Richtung Kunstwerk “Affe”. Gut – verlaufen kann man sich in Tulln nicht wirklich. Aber trotzdem kommt man schnell vom ursprünglichen Weg ab, wenn man die gelben Schilder ignoriert.

Nächste Thementafel
Zeit zum Innehalten

Und jetzt: Einfach ein kleines Päuschen gönnen und Trinkflasche oder Jause auspacken. Aber bitte Müll auch wieder mitnehmen, damit die Natur Natur bleibt. Denn Mülleimer sind hier rar, weil mühsam für die Gemeinde, diese i Wald regelmäßig zu entleeren.

Fast geschafft …

Wenn ihr euch vom Wald wieder trennen könnt, was manchmal schwerer fällt als man denkt, geht’s weiter. Über eine schmale Brücke Richtung Donaulände. Und jetzt werdet ihr mit einer prächtigen Kastanienallee an der herrlichen Donau belohnt. Von hier aus geht es dann direkt wieder zurück ins pulsierende Leben der Stadt.

stattliche Kastanien an der Donau
stattliche Kastanien an der Donau

Für die ganze Runde braucht man schon eine gute Stunde. Oder auch länger, wenn ihr die Ruhe und den Wald genießt. In dieser Zeit wird eure Batterie so richtig aufgeladen. Ich liebe das “Waldbaden” – einfach FANTASTISCH!

Info, die Hoffnung macht
Info, die Hoffnung macht

Einziger Wermutstropfen ist leider die extreme Abholzung, die uns das Eschensterben (mehr dazu hier) beschert hat. Zwar wurde fleißig aufgeforstet. Aber die Bäumchen sind noch so zart, dass man zweimal schauen muss, um sie zu sehen. Aber man muss das positiv sehen. Denn zwar haben uns die Eschen verlassen, aber dafür wurde Platz für viele unterschiedliche Laubbäume geschaffen. Einem gesunden Mischwald steht somit nichts mehr im Wege. Auf das bald wieder Eichkätzchen von Baum zu Baum springen!

Jungbäumchen
Auf das sie wachsen und gedeihen

Ich freu mich jetzt schon direkt wieder auf meine nächste Runde am Schritteweg. Weil “Waldbaden” ist was herrliches.

Also dann – liebe Grüße und probiert ihn aus, unseren Schritteweg! Würde mich sehr über eure Kommentare dazu freuen!

die Tullnerin

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Echt jetzt?

Echt jetzt?

Die letzten Februartage waren mild und sonnig. Ein Grund, jede frei Minute raus zu gehen. Die Sonnenstrahlen tun gut nach den Wintermonaten. Dabei hab ich natürlich schon Ausschau nach dem ersten Grün gehalten. Hab ich auch tatsächlich gefunden. Allerdings etwas anders als ich erwartet hätte.

Neue botanische Entdeckung? Der Flaschenstrauch!

Neue Pflanze Glasbusch?
Neue Pflanze Glasbusch?

Entlang der Straße beim Roten Kreuz in Richtung Kleiner Tulln gibt’s so ein kleines Wäldchen. Und da fand ich doch tatsächlich bereits etwas Grün an so manchen Sträuchern. Allerdings nicht zartes Blattwerk sondern dunkles Flaschen-, Plastik- und Aludosengrün. Oh wie toll. Da wachsen doch tatsächlich Fläschchen an einem Baum. Ich hab wohl gerade eine neue Baumgattung entdeckt …

Keine zwei Meter daneben. Noch eine neue Art. Der Aludosen-Baum. Ich traute meinen Augen nicht.

Wächst Alu jetzt auf Bäumen?
Wächst Alu jetzt auf Bäumen?

Ich frage mich, welche Scherzküberl auf so einfältige Ideen kommen. Was hat das in der Natur verloren? Wie sieht es bei diesen Leuten wohl daheim aus? Hm! Was würden die wohl sagen, wenn ich auf Besuch komme und so nebenbei meinen Mistkübel in deren Wohnzimmer entleeren würde?

Müllvermeidung ist ja wohl kein Randthema mehr. Das Problem mit Massenkonsum und Plastik kennt mittlerweile jedes Kind. Solche Bilder verärgern mich. Unsere Natur ist keine Müllhalde!!! Und in Tulln stehen ausreichend Mülleimer zur Verfügung.

"Frisches Grün" im Wald
“Frisches Grün” im Wald

Mein Vorschlag: Wenn man solche Leute inflagranti erwischt, für mindestens sechs Monate zu wöchentlichen Reinigungsdienst-Ausflügen in Wald und Flur abkommandieren. Bei jedem Wind und Wetter. Vorzugsweise den ganzen Samstag und Sonntag. Nix mit Party, Clubbing & Co. sondern ab in die Botanik zum Saubermachen.

Tut das Not?
Tut das Not?

Ich geh ja stark davon aus, dass es sich da um halbstarke Jugendliche bzw. sehr junge Erwachsene handelt. Vielleicht sollt man statt Schulausflügen, die den Eltern mitunter ganz schön teuer kommen, die jungen Herrschaften zu Nachhaltigkeits- und Umweltschutzstunden heranziehen? Dann würden Mc Donalds-Sackerl & Co. vermutlich nicht mehr beim Autofenster hinaus direkt am Feld entsorgt werden.

Weil cool und lustig ist das nicht, sondern nur bescheuert!!!

Wie seht ihr das? Freu mich auf eure Kommentare.

Liebe Grüße

die Tullnerin

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Naschgarten für alle

Naschgarten für alle

Vor einiger Zeit schon entdeckte ich im Bereich des Schiele-Museums ein kleines Gärtchen. Mit einem Holzzäunchen begrenzt. Sowie auch mit Hinweistafel versehen, dass es ein “Natur im Garten”-Projekt sei. Ihr habt es vermutlich schon erraten. Es handelt sich um den 1. Tullner Kräuter-Naschgarten.

Kräuter-Naschgarten
Kräuter-Naschgarten

Gegründet wurde der 1. Tullner Kräuter-Naschgarten von Ing. Michaela Nikl. Und zwar bereits im Juli 2015. Warum und weshalb hat sie mir bei einem Kaffeeplauscherl erzählt.

Der Weg zur Praxis war schiarch …

Michaela hatte im angrenzenden Haus die Praxisräume für ihr noch junges Unternehmer-Netzwerk “Lebenszeichen” und ging tagtäglich an dem wenig ansprechenden Plätzchen vorbei. Naturgarten ist ja schön und gut. Aber DAS! Nun – hier handelte es sich wahrlich um keine Augenweide. Also beschloss sie, aktiv zu werden.

Naschgarten – Vorher
Naschgarten – Vorher

Nun gibt es in Tulln ja seit einigen Jahren Grünraum-Patenschaften. Also nahm Michaela kurzerhand mit der Gemeinde Kontakt auf. Sie wollte jedoch nicht einfach nur Blumen oder Sträucher setzen. Sie wollte Urban Gardening nach Tulln bringen. Der Vorschlag wurde mehr als gut aufgenommen, der Kontakt mit dem Stadtgärtner Mario Jaglarz umgehend hergestellt.

Alle halfen mit …

Schon bald wurden dann mit vielen fleißigen Helfern (Weggefährten der Praxis Lebenszeichen) gegraben, begradigt und Steine für den Weg verlegt. Mit Feuereifer dabei auch Michaelas Sohn Christoph, der gerade mal sechs Jahre alt war. Was beweist, dass auch Kindern garteln einfach Spaß macht.

Der Beginn
Der Beginn

Die Gemeinde sponserte im Rahmen der Grünpatenschaft einen Großteil der Pflanzen. Während der Pflanzung stand Stadtgärtner Mario mit Rat und Tat zur Seite. Aber es wurde nicht nur Essbares gepflanzt, womit ich nun auch gleich den Übergang zu Weiden hätte: Als AugenWEIDE wurde nämlich auch ein WEIDEN-Dom aufgestellt.

Es wird schon langsam
Es wird schon langsam
Es ist vollbracht
Es ist vollbracht

Gleich nebenan dann noch eine Bankerl zum Verschnaufen. Gärtnern ist ja mitunter anstrengend, da muss ein Päuschen wohl erlaubt sein.

zum Blaumachen
zum Blaumachen

Allerdings hat ihr mittlerweile Wind und Wetter stark zugesetzt und sie schaut etwas mitgenommen aus. Vielleicht findet sich ja an dieser Stelle auch jemand, der sich ihrer annehmen könnte? Sie vielleicht ein wenig verarzten (sprich neu streichen) könnte?

in die Jahre gekommen
in die Jahre gekommen

Alles in allem haben viele Menschen zusammengeholfen und aus dem unscheinbaren Fleckchen Erde etwas Wunderbares geschaffen. Gemeinsam statt im Alleingang. Das ist einfach toll. Applaus!

Michaela ist insbesondere stolz darauf, dass so viele unterschiedliche Pflanzen gedeihen. Im Laufe der Jahre ist ihre Anzahl durch Ableger und Neuanschaffung noch sehr gewachsen. Einiges hat sie selbst beigesteuert, anderes kam von Freunden und Nutzern des Kräuter-Naschgartens.

Urban Gardening …

Auf kleinstem Raum finden sich nun verschiedene Obstbäume wie Kirsche, Apfel, Birne und Ringlotte. Aber auch Obststräucher wie Aronia, Ribisel, Josta- und Stachelbeere haben hier ein Plätzchen gefunden. Zusätzlich haben die Erdbeeren ihr ursprüngliches Terrain erweitert, Minzarten und Kräuter gedeihen bestens und jetzt im zeitigen Frühjahr sogar Bärlauch. Stellt sich die Frage, ob Michaela auch heuer noch freie Stellen findet, um das eine oder andere Gemüse zu pflanzen.

Ziel war natürlich in erster Linie, den wenig schmeichelhaften Weg zur Praxis zu verschönern. Und dem Ganzen noch Sinn zu geben, indem ein Nutzgarten angelegt wurde. Der jedoch nicht nur für ein paar wenige Menschen da sein soll. Vielmehr handelt es sich um einen Gemeinschaftsgarten, der die Tullner mit frischem Obst und Gemüse erfreuen soll. Natürlich mit Maß und Ziel, damit sich mehrere Menschen daran erfreuen können. Aber grundsätzlich darf jeder mithelfen und ernten.

Helfer sind immer willkommen. Speziell an heißen Sommertagen, wenn die Pflänzchen etwas saftlos da hängen. Da greifen auch schon mal gerne vorbei kommende Spaziergänger zur Gießkanne. Werkzeug und Gießkannen sind übrigens immer vor Ort. Das Wasser kann beim naheliegenden Hydranten geholt werden.

Hydrant beim Naschgarten
Hydrant beim Naschgarten

Wer möchte sich anschließen?

noch im Winterschlaf
noch im Winterschlaf

Rechtzeitig, bevor es mit dem Frühling richtig ernst wird, sind an dieser Stelle alle herzlich eingeladen, die Spaß daran finden, den Garten ein bisschen auszuputzen und frühjahrsfit zu machen. Michaela hat eine Facebook-Gruppe gegründet, wo man sich nicht nur austauschen, sondern auch absprechen kann, wer wann was macht. Also bitte Freiwillige vor und einfach melden bei Praxis Lebenszeichen.

Michaela vor dem Naschgarten
Michaela vor dem Naschgarten

Bei vielen Helferleins sollte eine reiche Ernte im Sommer dann wohl kein Problem sein, da darf dann auch kräftig genascht werden …

Ich wünsch euch viel Spaß beim Garteln im 1. Tullner Kräuter-Naschgarten

die Tullnerin

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Unser Wald in Nöten …

Unser Wald in Nöten …

Wer bei diesem herrlichen Herbstwetter gern spazieren geht und hier vorzugsweise rund um “Die Garten Tulln” sein Blut mit frischem Sauerstoff vollpumpt, der kann den Klang der Motorsägen derzeit wohl nicht überhören. Mittlerweile hat es sich ja bis in den letzten Winkel herumgesprochen. Das Falsche Weiße Stängelbecherchen hat auch Tulln erreicht. Wer? Das Stängel-Was? Noch nie davon gehört? Aber klingt doch so niedlich …

Tullner Au
Tullner Au

Im ersten Moment denkt wohl kaum jemand Böses, es sei denn, man ist im Broterwerb Botaniker, Forstwirt oder Ähnliches. Doch dieses Stängel-Was ist ein ziemlich fieser Pilz. Der seinen Siegeszug – und somit den Niedergang der Eschen – von Richtung Nordosten kommend angetreten hat.

Sowohl in Skandinavien, Polen, Tschechien, der Slowakei, Deutschland und auch der Schweiz hat man mit diesem Pilz zu kämpfen. Insgesamt sollen bereits 22 europäische Länder betroffen sein. Da stell ich mir schon die Frage, wo kommt dieses “Monster” denn plötzlich so schnell her?

Möglicherweise haben die Umweltbedingungen wie z.B. höhere Temperaturen in den letzten Jahren diese Entwicklung begünstigt. Ich gehe davon aus, dass die Forscher auf Hochtouren arbeiten, um herauszufinden, warum … wieso … weshalb!

Ja natürlich, es stimmt schon, dass immer wieder Schädlinge auftreten und Bäume eben gefällt werden müssen. Man denke nur an den Borkenkäfer oder vor zig Jahren an den Sauren Regen, der der österreichischen Fortwirtschaft zusetzte. Oder an den Buchsbaumzünsler, der gern in meiner Buchshecke wütet (ein frecher Schmetterling, der aus Asien eingewandert ist). Und trotz all dieser Herausforderungen für unsere Bäume ist unser Land waldreich geblieben.

Allerdings war Tulln meines Wissens noch so stark mit so einem Problem konfrontiert. Allein die Zahlen, die von der Stadtgemeinde Tulln bekannt gegeben wurden, sind erschreckend. Nahezu die Hälfte des Baumbestandes sind Eschen und mussten gefällt werden bzw. werden noch bis Ende des Jahres der Säge zum Opfer fallen. Das geht in die Abholzung tausender Bäume!

Eschensterben Tulln
Eschensterben Tulln

Bereits im August traf die Gemeinde ja rund um die Garten Tulln Vorkehrungen und sperrte teilweise die Wege aufgrund der Forstarbeiten. Auch das Aubad war betroffen. Da gibt’s derzeit noch teilweise Absperrungen, der Haupt-Eingang des Aubades ist aber nicht betroffen. Hier stehen glücklicherweise riesige Kastanienbäume und die sind momentan ohnehin der Hauptanziehungspunkt für Kinder und deren Eltern, die Frischluft suchen.

Auch auf den meisten Wegen in der Au rund um das Pfadfinderheim und die Garten Tulln kann man wieder seine Runden ziehen. Hier wurde bereits im Sommer als Sofortmaßnahme gerodet, um keine Menschen zu gefährden. Aber natürlich zieht sich dieses Thema weit über die beliebten Spazierwege und die Stadtgrenze hinaus.

Egal ob Stockerau oder Korneuburg, Langenrohr oder Langenlebarn. Der Pilz kennt keine Grenzen. Überall sieht man derzeit das gleiche Bild. Gefällte Stämme, zusammen geschlichtet und riesige “Löcher” im Wald.

Mir wurde jedenfalls ziemlich schlagartig bewusst, dass ich das Erscheinungsbild der Au, wie ich es seit meiner Kindheit kannte, in diesem Leben nicht mehr sehen werde. Denn: Aufforsten ist ja recht schön und gut. Aber so ein Baum wächst ja nicht ruckzuck mal schnell 20 Meter in die Höhe. Das braucht Zeit. Etwa 100 Jahre oder mehr! Ein gutes Eschenleben kann ja schon an die 250 bis 300 Jahre dauern und da schafft sie es bis in luftige 40 Meter Höhe.

Als gebürtige Tullnerin habe ich meine halbe Kindheit in der Au verbracht. Sie war immer selbstverständlich da. Ich verschwendete nie einen Gedanken daran, dass „meine Au“ einmal krank werden könnte und so „dünn“ würde.

Abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden ist es natürlich auch für unsere Wildtiere eine Katastrophe. Selbst wenn vom Boden her alles verwuchert und in ein paar Jahren wieder „wild“ ist. Die Bäume brauchen Jahrzehnte, um wieder einen optimalen Lebensraum und Schutz zu bieten.

Bei einem meiner Spaziergänge in den letzten Tagen konnte ich nicht umhin, einige Fotos (wenn auch nicht sensationell gelungen) zu machen, um diesem Thema einen Beitrag auf meinem Blog zu widmen. Auch wenn es für viele Leser keine Neuigkeit mehr ist und es sich ohnehin schon bis in den letzten Winkel rum gesprochen hat … Das Falsche Weiße Stängelbecherchen ist da!

Liebe Grüße

Eure Tullnerin

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Kooperation mit der Tullnerin

Gerne stehe ich für  werbliche Kooperationen zur Verfügung. Diese werden auch als solche gut erkennbar für die Leser gekennzeichnet. Allerdings behalte ich mir vor, Themen abzulehnen, mit denen ich mich nicht zu 100% identifizieren kann. Das bin ich mir und vor allem meinen Lesern/Leserinnen schuldig.

Für Anfragen bezüglich Kooperationen: info@die-tullnerin.at