Bio-Hofläden rund um Tulln

HuBees Hofladen

(Enthält Werbung, trotzdem spiegelt der Artikel meine ehrliche Meinung wider) – Beitrag erweitert und aktualisiert im MAI 2022 – Ich bin seit gefühlten 100 Jahren ein Fan vom Einkauf am Bauernhof. Erstens weil man da deutlich günstiger dran ist als im Supermarkt. Zweitens weil ich hier die regionalen Produkte bekomm. Und drittens, weil ich unsere Landwirte unterstützen möchte, damit sie nicht irgendwann “das Hangerl” schmeißen. Denn ohne Bauern würden wir alle ziemlich schmal und blass aussehen 😉 . Rund um Tulln gibt’s ja schon aufgrund der ländlichen Lage viele Hofläden Aber zu meiner höchstpersönlichen Freude gesellen sich da zunehmend immer mehr Bio-Hofläden dazu. Grund genug für mich also, euch an meinen geistigen Freudensprüngen teilhaben zu lassen und einen kleinen Überblick zu verschaffen, wo ihr was bekommt.

Das Gemüse- und Obstangebot ist klarerweise bei allen Hofläden ein bisserl abhängig von Saison und vor allem auch von den Wetterbedingungen. Man denke da an Hagel oder Frost, die ganze Ernten vernichten können. Jeder Hofladen für sich ist einzigartig und hat so seine eigenen Spezialitäten. Die möchte ich euch gern verraten, damit ihr für eure nächste Einkaufstour bestens gewappnet seid.

Neuaigen: Honig & noch viel mehr …

HuBees, das ist Bernhard Mayerhofer aus Neuaigen. Er und seine fleißigen Sumsi-Mitarbeiter 🐝 sind ja vielen Tullnern bekannt. Die feinen Honigsorten im HuBees-Hofladen wie Akazien-, Blüten-,Buchweizen- oder Lindenblütenhonig sind aber nur ein kleiner Teil des Angebots. Für echte Honigliebhaber gibt’s weiters noch Schmankerl wie Wald- oder Kastanienhonig und natürlich Met. Im Winter auch Bienenwachskerzen.

im Land der Honigträume
im Land der Honigträume

Neben den Bienchen tummelt sich noch jede Menge anderes Flügel-Getier beim Bernhard am Hof. Nämlich Hühner 🐓 , Gänse und sogar Strauße. Die liefern Eier in allen Größen und –zu gegebener Zeit – auch Fleisch. Die Bio-Gansl sind rund um Martini und Weihnachten stark gefragt, also vorbestellen ist äußerst ratsam. Praktischerweise legen viele der alten Hühnerrassen gleich mal Eier in vielen Naturtönen – von dunklem braun und braun-orange bis hin zu grün. Wer sich rechtzeitig vor Ostern diese Raritäten sichern möcht, der sollte unbedingt vorbestellen. 😉

Aber es finden sich auch wollige Bewohner am HuBees-Gelände. Nämlich Schafe und Lämmer, deren Fleisch 2 x jährlich zu kaufen ist. Genauso wie deren Lammfelle (die sind zwar im Hofladen nicht ausgestellt, werden aber gern auf Wunsch vorgezeigt – einfach anrufen und absprechen). Außerdem kenn ich auch keinen anderen Hofladen, wo ihr frisches Wild bekommt. Genauer gesagt: Hase, Fasan, Reh und Wildschwein. Aufgrund der starken Nachfrage unbedingt vorbestellen!!!

Ein weiteres Highlight: Sonntags gibt es immer frisch gebackenes Bauernbrot, Nussbrot, Honigkipferl oder Muffins im Hofladen.

HuBees Brot
HuBees Brot

Bernhard ist meines Wissens auch der einzige Landwirt in der Gegend, der Aroniabeeren pflegt und hegt. Daher gibt’s bei ihm neben Apfelsaft, diversen Sirupen auch Aronia-Saft zu kaufen.

Zugekauft wird auch ein bisserl, nämlich Käse von einer Tiroler Bio-Käserei und rund um Weihnachten ungespritzte Christbäume und Reisig aus dem Waldviertel.

HuBees Hofladen ist ein SB-Laden, der 7 Tage die Woche von 8 bis 18 Uhr geöffnet hat. Die Facebook-Seite ist immer sehr aktuell gehalten und macht wirklich Lust auf mehr. Schaut einfach mal vorbei und holt euch Gusto.

Hier geht’s zur HuBees-Facebook-Seite. Übrigens hab ich bereits vor einiger Zeit einen Artikel über HuBees Bienenstöcke geschrieben, den ihr hier findet.

Mollersdorf: alles Paradeiser

Gleich ums Eck von HuBees hat sich ein weiterer Bio-Landwirt angesiedelt. Nämlich Peter’s Land. Ursprünglich im Waldvierterl ansässig, kam Peter Paffrath vor etwa zwei Jahren ins Tullnerfeld. In Mollersdorf hat er sich nun niedergelassen und lässt dort die Paradeiser hochleben. Derzeit ist der Betrieb noch ein Umsteller. Es wird zwar schon nach Bio-Richtlinien produziert, doch die Zertifizierung ist noch ausständig. Spätestens ab Juni darf man sich aber dann auch hochoffiziell Bio-Betrieb nennen. 👍

Peter's Land Saucen
Peter’s Land Saucen

Zwar hat Peter (noch) keinen Hofladen, allerdings müssen wir trotzdem nicht auf seine knallig roten Paradeis-Produkte verzichten. Die Digitalisierung ist nämlich auch bei den Bio-Landwirten längst angekommen und drum gibt es einen Online-Shop. Da bekommt ihr dann paradie(ei)sisch gschmackiges Ketchup, Letscho, Sweet-Chili-Sauce, Suppen oder Gemüse-Bolognese.

Wer aber lieber trotzdem mit echtem Einkaufskorb unterwegs ist, der kann Ketchup & Co. von Peter auch bei HuBees oder in Tulln bei Genuss Hafenrichter erwerben. Übrigens sind zwar die Paradeiser die “Hoheiten” bei Peter’s Land, aber natürlich brauchen sie auch einen Hofstaat. Drum werden Paprika, Chili, Zucchini, Kürbis und noch viele weitere Gemüsesorten mit viel Geduld gepflanzt, gehegt und gepflegt. Einerseits kommen die Vitaminbomberl dann mit auf den Karmeliter-Markt in Wien oder sie dürfen unsere Geschmacksknospen in der Gemüse-Bolognese verwöhnen.

Für Facebook-User: Ihr könnt Peter’s Land hier auf Facebook folgen und einen Einblick über all die originalen Tullnerfelder Produkte bekommen.

Ums Eck von Neuaigen …

… da gibt es eine Adresse, die mir bis vor kurzem völlig unbekannt war: nämlich Salzerlacke in 3430 Eggendorf am Wagram. Theoretisch gehört der Hofladen von Lukas Sperl eigentlich in den Bezirk Korneuburg. ABER ich hab entdeckt, dass die Postleitzahl 3430 lautet und somit kann Sperls Hofladen ohne Wenn und Aber zu Tulln gerechnet werden.

Schaf-Frischkäse Sperls Hofladen
Schaf-Frischkäse Sperls Hofladen

Die Spezialitäten in Sperls Hofladen drehen sich alle rund ums Schaf. Denn Lukas Sperl hat seinen Bio-Betrieb voll und ganz den blökenden und wolligen “Rasenmähern” 🐑 gewidmet. Neben Bio-Lammfleisch gibt’s auch ausgefallene Spezialitäten wie z.B. Käsekrainer oder Bratwürstl aus Schaffleisch. Wer mehr zum “griechischen Bauernsalat” tendiert, der hat vermutlich mit dem feinen Bio-Schafkäse seine Freud.

Lukas und seine Schafe decken aber nicht nur den knurrenden Magen ab, sondern sorgen auch für Kuscheliges und Warmes. Denn wo es Lammfleisch gibt, müsst ihr Lammfell und Schafwolle nicht lang suchen 😉 . Die Felle bringt man nach Ybbsitz, wo sie gegerbt werden. Die Schafwolle von Sperls Hof wird für Matratzen oder warme Schuheinlagen weiterverarbeitet oder zu Wolle gesponnen. Genau genommen in der Wollwerkstatt in Texing bei Mank (Bezirk Melk). Nur die gefilzten Wollpatschen werden wieder hier gestrickt 🧶 . Und diese Aufgabe übernimmt dann die Frau Mama vom Lukas …

Je nach Saison findet ihr bei Sperls Hofladen auch Schmankerl wie Bärlauch-Pesto, Marmeladen (oder muss ich Konfitüre sagen?) und verschiedene Sirupe und Säfte.

Derzeit ist der Hofladen freitags und samstags geöffnet. Damit ihr aber sichergeht und dann nicht doch vor verschlossenen Türen steht, empfehle ich direkt auf der Website reinzuschauen. Klickt einfach hier.

Für die Insta-Fans unter euch hab ich natürlich auch einen Link mitgebracht: Sperls Hofladen auf Instagram

Langenlebarn: für Freunde von Schnitzerl und Steak …

Wer auf der Suche nach hochwertigem Bio-Fleisch von 🐖. Schwein, Rind oder Pute ist, dessen Einkaufsroute muss zwangsläufig nach Langenlebarn führen.

Hier ist der Bio-Hof der Familie Friedrich angesiedelt, der mittlerweile in der 5. Generation von der Landwirtschaft lebt. Als Bio noch gar nicht so richtig im Trend lag, gehörte wohl eine ordentliche Portion Mut dazu, die konventionelle Landwirtschaft umzustellen. Aber es hat sich gelohnt und der Bio-Betrieb arbeitet seit fast 20 Jahren nachhaltig und im Kreislauf der Natur. Erst in jüngerer Zeit entstand der Hofladen, der von Mark und Nana Friedrich geschupft wird. Heute zählen sogar Top-Wirte wie der Floh zu den Kunden der Friedrichs. 👍

Biohof Friedrich
beim Biohof Friedrich

Auch wenn Vegetarier oder Veganer das nicht gern sehen, wir Menschen essen Fleisch. Manche mehr, manche weniger. Doch mein Zugang ist: Lieber selten Fleisch essen, doch dafür dann hochwertig und von Tieren, die artgerecht und stressfrei leben konnten. Genau das ist bei den Friedrichs gewährleistet und das spiegelt sich natürlich im Fleisch wider. Qualität statt Quantität ist das Motto und damit kann ich auch ohne schlechtes Gewissen ab und zu Fleisch essen.

Geöffnet ist der Hofladen zwar nur einmal im Monat. Aber dann könnt ihr von Lungenbraten bis Beiried, von Speck bis Bratwürstel und Schmalz so ziemlich alles kaufen, wonach wahre Fleischtiger lechzen. Da natürlich nur ein gewisses Kontingent da ist, würde ich dazu raten, vorab über die Website zu bestellen. Zwar kann man auch direkt im Hofladen kaufen, wonach einem grad der Sinn und Gusto steht. Allerdings hat mir Mark Friedrich verraten, dass an den Verkaufstagen in den ersten ein bis zwei Stunden ein ziemlicher Andrang herrscht und dann doch einiges schnell ausverkauft ist.

Fleisch vom Biohof Friedrich
Fleisch vom Biohof Friedrich

Mein Tipp: Schaut euch in Ruhe die Produktliste an, bestellt vorab per Mail und falls ihr dann bei der Abholung im Hofladen doch noch das eine oder andere seht, einfach noch dazu nehmen. Mach ich nämlich auch so. 😉

Langenschönbichl: Der Allrounder

Ein Urgestein unter den Bio-Hofläden ist der von Familie Frühwald in Langenschönbichl, nur ein paar Minuten von Tulln entfernt.

Dieser Hofladen ist ein Allrounder und seit Jahren bekannt für das große Angebot an Fleisch von Rind, Schwein, Pute, Huhn oder Gans. Wobei das Geflügel dermaßen stark gefragt ist, dass man Gansl gern schon ein Jahr im voraus bestellen darf/muss (speziell Martini-Gansl). Selbst beim Hühner- und Putenfleisch gibt es beinah mehr Bestellungen, als man liefern kann.

Auch hier heißt die Devise: Qualität vor Quantität und wenn Henderl aus ist, ist es eben aus. Die Kapazitäten werden nicht aufgestockt, weil irgendwann eben eine Grenze erreicht ist. Schließlich betreibt man einen Hofladen und keine Fleischfabrik. Und DAS find ich absolut gut und richtig!!! 👍

Gemüsekistl bei Frühwald
Gemüsekistl bei Frühwald

Rind- und Schweinefleisch sind derzeit aber gut zu bekommen. Allerdings auch unbedingt bitte mit Vorbestellung am Montag oder Dienstag. Abholen kann man dann entweder Freitag von 8 bis 12 und von 14 bis 19 Uhr oder samstags von 8 bis 12 Uhr.

Suppenhuhn ist so gut wie immer ausverkauft, doch als Alternative gibt es fertige Putensuppen-Packerl. Die kommen bei den Kunden übrigens auch ziemlich gut an.

Hofladen Frühwald
Hofladen Frühwald

Wie schon eingangs erwähnt: Die Frühwalds sind Allrounder. Da finden sich neben sämtlichen Gemüsearten noch Schmankerl wie Speck, Geselchtes, Leberaufstriche oder Schmalz, Leberkäs, Würstel und natürlich jede Art von Fleisch – vom Schnitzel bis zum Steak.

Außerdem noch soooo viele andere Schmankerl: Viele Varianten an Brot und Getreideflocken, Nudeln, Eier, Milchprodukte – von Joghurt über Sauerrahm, Butter, Obers, Käse und Milch. Bevor ich jetzt in eine Endlosschleife an Aufzählungen rein kippe 😂 : Schaut euch doch einfach selbst die Produkliste von Frühwald an.

Ried am Riederberg: Dinkel, Öle & Hochprozentiges

Ganz andere Produkte gibt es im Hofladen des Poyerhofes in Ried. Den Poyerhof kennt man in Ried bereits seit vier Generationen. Seit 2016 hat man die Bio-Zertifizierung. Der Hofladen ist somit noch einer der jüngeren Bioläden rund um Tulln.

Markus Poyer führt viele Spezialitäten, die es in anderen Hofläden nicht gibt – allen voran mein heiß geliebtes Dinkelmehl der Sorte “Ebners Rotkorn“. Für mich das beste Mehl der Welt, das ich in Oberösterreich zufällig kennen lernte. Ich hab lang gesucht, bis ich es dank Poyerhof im Tullnerfeld bekommen konnte. Da das Herz der Familie Poyer für alte Sorten schlägt, wird neben Ebners Rotkorn etwa auch Schlägler Roggen, eine der ältesten bekannten (im Zuchtbuch eingetragenen) Roggensorten angebaut.

Der Hofladen ist klein und fein, hat sich auf Mehl wie eben Dinkelmehl und Dinkelnudeln spezialisiert, verkauft aber auch Eier von der fröhlichen Hühnerschar 🐓 , die als fleißige Mitarbeiter am Poyerhof leben. Damit sie weiterhin bei guter Laune bleiben, übersiedeln sie von Zeit zu Zeit mit ihrem mobilen Stall auf frische Wiesen, damit sie immer genug zu picken finden. Somit sind die Henderl wahre “Wanderhühner”. 😉

Neben Dinkelprodukten schätze ich auch die Öle vom Poyerhof sehr. Da in erster Linie das Leinöl, das ja eines der gesündesten Öle sein soll. Aber es ist geschmacklich ein bisschen gewöhnungsbedürftig (warum können gesunde Sachen nicht nach Schokotorte schmecken? 🤔 ) Das Sortiment an Ölen umfasst aber noch Sonnenblumen-, Raps- und Hanföl. Speziell letzteres ist wirklich was Feines und darf sich immer wieder gern mit meinem Salat vereinen.

Schnaps vom Poyerhof
Schnaps vom Poyerhof

DER Blickfang im Hofladen ist mit Sicherheit die Destille! Ja – hier wird Schnaps gebrannt und Gin! Eine absolut sinnvolle Verwertung von Überschuss-Obst. Aus dem aber nicht nur Hochprozentiges gebrannt wird, sondern auch süßer Saft wie z.B. Apfel-Birne oder Apfel-Brombeere.

Gin vom Poyerhof
Gin vom Poyerhof

Mein Tipp: Wenn ihr samstags zwischen 8 und 12 Uhr direkt im Hofladen einkauft, werft auch einen Blick auf die hausgemachten Mehlspeisen. Ich kann euch die Linzer Augen nur wärmstens empfehlen.

Falls ihr dem Poyerhof auf Facebook folgen möchtet: Hier dem Link folgen.

Geöffnet hat der Hofladen in Ried zwar nur Samstag vormittag, doch findet ihr Markus Poyer mit seinen Produkten auch jeden Freitag am Naschmarkt am Tullner Hauptplatz.

Pixendorf: das Erdäpfel-Paradies

Auch nur 10 Minuten von Tulln entfernt ist der Biohof Baum angesiedelt. In der Bio-Szene zählt die Familie Baum bereits zu den “alten Hasen”. Seit über 30 Jahren werden hier Erdäpfel und Getreide nach Bio-Kriterien angebaut. Wie viele der Vorreiter in den 80er und 90er Jahren wurden sie belächelt. Aber der Mut hat sich gelohnt und heute können sie sich durchaus als “Vorreiter” in der Bio-Bewegung rühmen.

Hofladen Baum
Hofladen Baum

Weil hier der Erdäpfel die Hauptrolle spielt, gibt’s weit mehr als die klassischen Sorten. Nämlich so um die 15 verschiedene Sorten. Da sie zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden, sind nicht immer alle Sorten gleichzeitig vorrätig. Darum nicht wundern, wenn ihr bei jedem Besuch im Hofladen wieder eine Art entdeckt, die ihr noch nicht kennt.

Aber “Erpfi”-Liebhaber wie ich freuen sich über Raritäten, die es in keinem Supermarkt zu kaufen gibt. Mit den roten oder sogar violetten Knollen ein buntes Erdäpfelpüree zu zaubern hat schon was. 😉 Also wer Lust auf Glorietta, Bernina, Purple Rain oder all die anderen Erpfi-Köstlichkeiten hat, der sollte schon mal Pixendorf ins Navi eingeben. 😆

Erdäpfel vom Biohof Baum
Erdäpfel vom Biohof Baum

Jetzt hätt ich fast den Mitarbeiterstab der Familie Baum vergessen. Ein ganzes Heer von herumflitzenden Hühnern sorgt für Nachschub an Bio-Eiern. Und natürlich gibt’s noch weitere Helfer wie z.B. reichlich Apfelbäume, die brav Vitamine produzieren und die dann in Form von Apfelsaft ebenfalls in den Hofladen wandern. Nicht zu vergessen die herrlichen Sonnenblumen. Die sind in Sommer eine Augenweide rund um Pixendorf und zu späterer Zeit wird draus Bio-Öl gepresst.

Der neue und helle Hofladen ist als Selbstbedienungsladen konzipiert und hat 7 Tage die Woche geöffnet. Ambitionierte Radfahrer können den Einkauf sogar mit einer kleiner Radtour verbinden, weil der Shop direkt am Radweg liegt …

Übrigens findet ihr den Hofladen Baum auch auf Facebook.

Atzenbrugg: fruchtige Vielfalt

Etwa 15 Minuten Fahrzeit müsst ihr in Kauf nehmen, wenn ihr beim Obst aus dem Vollen schöpfen wollt. Dann solltet ihr den Bio-Hofladen der Familie Kopp in Atzenbrugg aufsuchen (kann man gleich mit einem kleinen Abstecher in den Mühlenladen la müh la verbinden).

Der Betrieb ist seit sage und schreibe 150 Jahren im Familienbesitz. Das nenn ich mal Durchhaltevermögen. Schließlich ist die Landwirtschaft ja kein leichter Job, wo man um 17 Uhr Dienstschluss macht und an den Wochenenden frei hat. Da gehört schon eine Portion Idealismus dazu.

Aber genug der Lobhudelei. Es geht um die Sache, ähm ums Obst. In jeder erdenklichen Form. Als knackige Frischware könnt ihr von Marillen über Pfirsiche und Nektarinen bis hin zu Birnen, Zwetschken und Weintrauben euren Vitamin-Haushalt ordentlich pushen. Und zwar wochenlang. Ermöglicht wird das durch unterschiedliche Sorten der jeweiligen Obstart. Bei den Marillen sorgen z.B. 10 verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Reifezeit für eine lange Erntesaison. 8 unterschiedliche Sorten gibt es auch bei Pfirsichen und Birnen.

Trotzdem ist die Obst-Saison natürlich überschaubar. Deshalb produzieren Toni und Beate Kopp in der Hochsaison einige fruchtige Schmankerl zum Trinken und zum Löffeln für die lange Winterzeit.

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Obst zum Trinken und Löffeln

Allen voran z.B. Nektar aus Marillen oder Pfirsich. Weil es aber so unendlich viele Möglichkeiten für Obstverarbeitung gibt, stehen auch Kirsch- und Kriecherlsaft (ich liebe Kriecherl 😍 ) gemeinsam mit Traubensaft oder Hollersirup in Reih und Glied in den Verkaufsregalen. In harmonischer Eintracht mit Birnenmus, Zwetschken– und Marillenröster und herrlichen Marmeladen. Halt. Ups 😬 . Marmelade darf es ja nicht heißen (da war doch mal was mit einer EU-Verordnung) 🤣 . Na gut. Also politisch korrekt heißt es Konfitüre. Hört sich für einen Österreicher zwar komisch an, aber wir wollen ja keine Spielverderber sein. Drum geht’s ab nun EU-konform weiter … Da stapeln sich im Hofladen also auch noch süße Konfitüren aus all den zuvor schon erwähnten Obstsorten wie eben Marille, Pfirsich, Kirsche und sogar Kriecherl. Und ehrlich gesagt, völlig egal ob Marmelade oder Konfitüre – schmecken soll’s, oder?

Tipp: Wer den Weg nach Atzenbrugg nicht antreten mag, der hat auch direkt in Tulln die Möglichkeit das frische Obst zu kaufen. Nämlich bei Bio am Platz. Die Säfte und das “Obst zum Löffeln” haben den Weg in die Verkaufsregale von Genuss Hafenrichter gefunden.

🚜 🥕 🚜. 🥕 🚜. 🥕 🚜. 🥕 🚜

Wer auf der Suche nach Bio-Wein ist, der kann hier in meinen Artikel vom November 2021 reinlesen. Das Weingut Hummel ist nicht nur Bio-zertifiziert, sondern hat auch noch einige Preise mit seinen Weinen abgeräumt, hat natürlich einen Hofladen und außerdem noch Lieferservice nach Tulln und die umliegenden Gemeinden …

Zwar gibt es sicher noch weitere Bio-Betriebe im Tullner Bezirk, aber die muss ich erst noch entdecken … 😉 . Für meine Einkaufstouren in der Umgebung, bin ich mit den genannten Hofläden vollends happy und gut gerüstet, wenn die Speisekammer wieder leer ist …

Ich wünsche euch viel Freude beim Einkauf in den Hofläden und vor allem – lasst euch die Vielfalt schmecken!!!

die Tullnerin

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2 Kommentare

  1. Avatar
    Christiana Hnup
    11. Mai 2022 / 21:08

    Liebe Tullnerin, nicht vergessen in Trübensee gibt es eine Rinderzucht mit Hofladen. Dann die Mayerei, allerdings iwird der Laden erst demnächst eröffnet. Bestimmt werden Sie darüber berichten. Liebe Grüße eine treue Leserin

    • dietullnerin 11. Mai 2022 / 21:23

      Danke für den Tipp. Die beiden kenne ich gar nicht (oder besser gesagt NOCH nicht).😉

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